Ausblick: Verstetigung der Schulsozialarbeit in Sachsen-Anhalt
Die zentrale Koordinierungsstelle arbeitet intensiv und unter Einbeziehung der etablierten regionalen Netzwerkstrukturen an einer dialogischen Entwicklung von fachlich fundierten Lösungsstrategien auf Landes- und kommunaler Ebene.
Bereits in einem ersten Werkstattgespräch zum Thema Schulerfolg sichern und Schulsozialarbeit nach 2014, initiiert von der SPD-Fraktion am 12.03.2012 im Landtag, signalisierten Vertreter des Kultusministeriums großes Interesse und verwiesen auf die Bestrebungen und ersten Ideen für eine zeitnahe Lösung zur Weiterführung von Schulsozialarbeit im Land Sachsen-Anhalt. Der überzeugenden Arbeit des Fachpersonals soll eine kontinuierliche und verbindliche Perspektive im Land Sachsen-Anhalt gegeben werden. Entsprechend dieser Devise arbeitet das Kultusministerium derzeit an der Entwicklung eines nachhaltig wirkenden Finanzierungskonzepts.
Seitens des Kultusministeriums gibt es bereits eine enge Zusammenarbeit mit der zentralen Koordinierungsstelle und den Programmbeteiligten im Land. So wird der strukturellen Verankerung nach 2014 ein fachlich fundierter und an dem aktuellen Bedarf von Schulen orientierter Rahmen gegeben. So finden in diesem Jahr verschiedene Werkstätten, Dialogforen und andere partizipative Formate statt, um gemeinsam die fachlichen Ausgestaltungsmöglichkeiten und Wege nach 2014 weiterzuentwickeln.
Um auch auf kommunaler Ebene Lösungsmöglichkeiten für die Etablierung von Schulsozialarbeit nach 2014 zu entwickeln, ist die zentrale Koordinierungsstelle intensiv an der Entwicklung von Ideen und Konzepten sowie an der dialogischen Prozessgestaltung beteiligt. Zum Ende des 3. Quartals 2012 wird eine Werkstatt für Kommunen verschiedene Wege kommunaler Finanzierung aufzeigen und diskutieren. Am Beispiel der in Brandenburg gefundenen Wege, wo es ähnliche finanzielle und fachliche Herausforderungen gab wie in Sachsen-Anhalt, liegt der Fokus auf einer dialogischen Lösungsfindung.
Stärkung der Netzwerkstellen und kommunale Verankerung
Die Netzwerkstellen im Programm „Schulerfolg sichern!“ sind seit Beginn des Programms engagiert in den Landkreisen unterwegs, um regionale Bildungsressourcen zu aktivieren und zu bündeln. Diese von Anfang an große Herausforderung ist nur in enger Zusammenarbeit mit Kreis- und Stadtvertretern zu bewältigen, denn auch wenn mit Netzwerkarbeit klare Ziele verfolgt werden, entscheidend ist vor allem, dass dadurch Impulse für regionale Gesamtentwicklungen gegeben werden. Gemeinsam mit den Netzwerkstellen lädt die zentrale Koordinierungsstelle dieses Jahr vermehrt Kommunalvertreter dazu ein, über bisherige Ergebnisse, zentrale Herausforderungen und weitere Planungen der regionalen Netzwerkarbeit zu beraten. Dabei zeigt sich, dass erste Kreis- und Stadtverwaltungen die Zeit- und Fachressourcen der entstandenen Netzwerke als Chance für ihre regionale Entwicklung entdeckt haben. Konkrete Aufgaben und erste gemeinsame Planungen werden angestoßen und dies kann den Netzwerkstellen die Option eröffnen, in ihren Regionen auch nach 2014 als innovative und verbindende Fachinstanzen genutzt zu werden.
Strukturen für anhaltenden Schulerfolg
Für die nachhaltige Sicherung von Schulerfolg an Sachsen-Anhalts Schulen kann Schulsozialarbeit gemeinsam mit starken lokalen und regionalen Netzwerkstrukturen viel erreichen. Die Schulsozialarbeit an den Schulen ist auf ein wirksames und engagiertes Umfeld angewiesen ebenso wie außerschulische Unterstützungssysteme nur aufgrund der einmaligen Kenntnisse und Einblicke jedes einzelnen Schulsozialarbeiters für die Einzelschule eine bestmögliche Wirkung erreichen können. Viel wurde schon getan für eine verbesserte Kommunikations- und Kooperationskultur – eine Fortführung dieses Weges ist unerlässlich.
Corinne Waldbach, Zentrale Koordinierungsstelle „Schulerfolg“, DKJS



