Sekundarschule Jessen-Nord

  1. Kurzdarstellung
  2. Downloads
  3. Bedarfsorientierte Schulsozialarbeit
  4. Berichte
Schulleiter: Herr Felber
Schulform: Sekundarschule
Adresse: Straße der Jugend 9
06917 Jessen
Telefon: 03537-213166
Fax: 03537-213171
Webseite: www.sks-jessen-nord.de
 

Kurzdarstellung

Unsere Schule ist Lebensort und Lebensraum der Schüler, Lehrer und Betreuer. Die Gestaltung des Schullebens beinhaltet für uns vielfältige Ziele, für die wir einstehen, an denen wir arbeiten, die wir gemeinsam ausfüllen. Aktuell in Vorbereitung ist unser Bildungsbezogenes Angebot „Umgang mit neuen Medien“, welches im Januar-Februar 2011 umgesetzt wird. Gemeinsam werden Projektaktivitäten der Klassen 5-9, eine Lehrerveranstaltung und ein thematischer Elternabend entwickelt. Mit dem weiteren Aufbau und der Arbeit unserer Schülerfirma „FlummyKids S GmbH“ übernehmen SchülerInnen Mitverantwortung an der Gestaltung des schulischen Lebens, entwickeln berufliche Perspektiven und notwendige Schlüsselqualifikationen. Da stellt eine Vorbereitung der besonderen Art auf das Arbeits- und Berufsleben dar. Dabei unterstützt werden die SchülerInnen durch das gesamte Lehrerkollegium, welches sich u.a. über das Programm SENTA fortbildet. Im April 2010 haben wir uns um die Teilnahme am Projekt SENTA beworben und mit unserem Konzept überzeugt. Mit den Mittel soll die Berufsvorbereitung der Schüler nachhaltig verbessert werden. Die Weiterentwicklung und Gestaltung der individuellen Förderung von SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf und /oder Lern- und Verhaltensstörungen u.a. durch Gemeinsamen Unterricht liegt unserer Schule besonders am Herzen. Wir wollen damit für jeden Schüler unserer Schule den Schulerfolg sichern. Das „Kompetenzorientierte Arbeiten mit Lernplattformen in Sachsen-Anhalt“ KALSA bietet uns hier ebenfalls neue Möglichkeiten. In einer Arbeitsgemeinschaft nehmen SchülerInnen seit dem Schuljahr 2009/2010 sehr erfolgreich die Gelegenheit wahr, die Methode „Service Learning“- Lernen durch Engagement an unserer Schule umzusetzen. Aufbauend auf die Erfahrungen aus dem Arbeitsgemeinschaftsbereich wurde ein Wahlpflichtkurs „Lebenswelten“ entwickelt, an dem SchülerInnen des 7. Schuljahrganges teilnehmen. Wir arbeiten seit Mai 2009 entsprechend unserem Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“gegen Gewalt, Rechtsradikalismus und Intoleranz und für Demokratie, Gerechtigkeit und gegenseitige Achtung. Außerdem ist in 2011 das Projekt „Gesunde Schule“ in Vorbereitung.

 

Downloads

Download Infoblatt zur Schule: Projektdatenblatt_Jessen-Nord.pdf
Download Leitbild der Schule: Leitbild_GTS_Jessen_Nord.pdf
 

Projekte zur Schulsozialarbeit

Sozialarbeiter/-in: Silvia Rick
Telefon: (0152) 21 37 49 46
Träger der SSA
  Kontaktadresse: Internationaler Bund Jugendhilfe- und Ausbildungsverbund Wittenberg
Sternstraße 16
06886 Lutherstadt Wittenberg
  Telefon: 03491-497310
  Fax: 03491-497327
  Homepage: www.internationaler-bund.de/
 

Berichte

Kurzbericht 1

Vernetzt fit für die Schule: Wenn Fachleute mit Fremdworten und Abkürzungen wie Jappy, Tika, Igno, Emo´s und W.O.W. nur so um sich werfen, ist dies eigentlich nichts Besonderes. Wenn diese Experten allerdings Marie-Theres, Sebastian oder Nadja heißen und gerade mal 10 Jahre alt sind, so erstaunt dies schon eher. Dabei handelt es sich nicht um die Auswertungen umfangreicher Recherchen im Zuge der gestrigen Hausaufgaben. Vielmehr beschreiben die aufgedrehten Schülerinnen und Schüler der 5b der SEK Jessen Nord spielerisch die Gestaltung ihres zurückliegenden Nachmittages. Die im Kreis stehenden Kinder werfen sich abwechselnd ein Wollknäuel zu. Jeder Fänger ergänzt das bisher Gesagte mit seinen medialen Aktivitäten. Unmerklich und doch kontinuierlich entsteht auf diese Weise ein verworrenes Netz von Verbindungen. - Medienbildung in Kooperation: Mit solch einfachen Mitteln gelingt es Jaqueline Vonau von der Medienanstalt Sachsen-Anhalts, den Jungen und Mädchen den Aufbau und Zusammenhang eines sozialen Netzwerkes plastisch erfahrbar zu machen. Die Aktion ist eine von vielen, die allen an der Schule Lehrenden und Lernenden die Gefahren und Chancen des Internets und sozialer Netzwerke näher bringen sollen. Welch hohen Stellenwert diese Plattformen im Leben der Kinder und Jugendlichen haben, findet auch die Lehrerin im Fach Medienbildung Frau Irina Springel beachtlich: „Wenn man dazu gehören will, ist man auf Jappy, Facebook und Co. Ansonsten steht man außen vor. Was Jugendliche dort für Zeit investieren, ist schon bemerkenswert.“ Das hier folglich ein Bedarf existiert, der ein Handeln notwendig macht, stellte auch die Schulsozialarbeiterin des Internationalen Bundes Wittenberg Silvia Rick fest: „Wir haben in der Reaktion der Schüler gesehen, dass da schon das Interesse da war, sich mit dem Thema zu befassen und mal darüber zu reden.“ Also setzte sie alles daran, dass alle in diesem Prozess betroffenen Akteure sich diesem Thema in einer adäquaten Weise annähern können. Dies schließt zum einen die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Jessen-Nord ein. Darüber hinaus richten sich einzelne Module aber auch an die Lehrenden sowie an die Eltern der Kinder und Jugendlichen. Das konzipierte Projekt soll Unkenntnis und Ängste abbauen sowie dazu anregen, sich mit den Chancen und Risiken der (eigenen) Nutzung des Internets auseinander zu setzen. Im Rahmen eines Trickfilmprojektes recherchierten z.B. die Schüler der 8. Klasse Nutzungsmöglichkeiten des world wide web. Im Anschluss wurde das gesammelte Material in Geschichten aufbereitet und medial bearbeitet. Frau Springel merkt hierzu an: „Die Technik hat die Schüler fasziniert und sie haben gar nicht bemerkt, wie intensiv sie sich eigentlich mit diesem Thema beschäftigen.“ An einem Mitte März thematisch gestalteten Schulelternabend wurden die Ergebnisse der medienpädagogischen Aktivitäten präsentiert. Auf diese Weise gewinnt die Schule auch Zugang zu Eltern, welche sich diesem Thema sonst wohl kaum öffnen würden. In drei mit Fachkräften aus den Bereichen Recht und Pädagogik besetzten Diskussionsforen haben die Eltern anschließend Gelegenheit, sich zu informieren und auszutauschen. - Chancen für das Lehren und Lernen: Die Modulreihe wird mit einer Fortbildungsveranstaltung für das Lehrerkollegium fortgesetzt. Schwerpunkt der Fortbildung ist die Frage, wie die Ergebnisse der Kinder- und Elternworkshops in die eigene Arbeit gewinnbringend einbezogen werden können. Wie sinnstiftend es sein kann, solch interaktive Medien im Unterricht zu nutzen, verdeutlicht Frau Springel: „Die Schüler lieben einfach die modernen Medien und alles was man damit kombinieren kann. … Das ist faszinierend und das kann man ja auch ausnutzen.“ Auf die Frage, ob auch bereits unmittelbar nach den Projekten erste Wirkungen zu verzeichnen sind, ergänzt sie: „Die Schüler bemerken, ich habe die Möglichkeit auch anderweitig an Informationen heran zu kommen, ich weiß, dass ich nicht einfach was raus ziehen und als meins verkaufen muss, sondern ich weiß, wie ich damit umgehe, welche Quellen ich angeben muss und dann kann ich mir eine gute Note verdienen. Oder ich gehe zu meinem Chat-Freund und sage: ‚Eh du, erklär mir doch noch mal meine Schularbeiten.‘ Das passiert auch in meiner Klasse.“ Frau Rick ergänzt: „Mein Ziel war es, den Schülern, aber auch den Eltern zu vermitteln, dass das Internet nichts Schlimmes ist. Es gehört zu unserem Alltag, es bietet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten, so zum Beispiel was man hier für die Schule so alles machen kann.“ Und so verwundert es im Ergebnis nicht, dass diese medienpädagogischen Projekte als feste Größe an der Schule etabliert werden sollen. - Miteinander arbeiten – Voneinander lernen: Mit der Projektidee zum Thema Internet hatte die Frau Rick wieder einmal bewiesen, dass sie ein Gespür für die Bedürfnisse der Schule besitzt. Bereits im vergangenen Schuljahr initiierte die Schulsozialarbeiterin gemeinsam mit der Schulleitung eine zweitägige Fortbildung für das Kollegium. Schwerpunkt dieser Veranstaltung war der Umgang mit der Heterogenität im Klassengefüge und die Nutzung von Förderplänen. Ausgangspunkt war die Zunahme von Kindern und Jugendlichen mit sozial-emotionalem Förderbedarf, die am „gemeinsame Unterricht (GU)“ teilnehmen. Eine neue Herausforderung, der sich die Lehrerinnen und Lehrer der Schule zu stellen hatten. Frau Springel sagt hierzu: „Wir werden mit neuen Situationen konfrontiert und müssen sofort handeln, auch wenn gar nicht das Know-How da ist. Das sind Dinge, wo wir durch solche Fortbildungen neue Impulse bekommen.“ In Folge der Fortbildung stellte die Schulsozialarbeiterin fest, dass das Kollegium für die Ressourcen der anderen Profession sensibilisiert wurde. Mit Blick auf die bisher gemachten Erfahrungen stellt Frau Springel fest: „Es sind wertvolle Anregungen, die man für sich ausprobiert oder man sagt, o.k., es ist eine Bestätigung für das, was ich bereits mache.“. Frau Rick konkretisiert: „Meine Arbeit beeinflusst das Lernverhalten. Dieses „lernen können“ an Schule, da hat doch Schulsozialarbeit große Potentiale. Und insofern beeinflusst Schulsozialarbeit schon den Unterricht positiv.“ Bedarfsorientiert wird sie dabei durch innovative Projekte und externe Experten punktuell unterstützend tätig. Und so können die „Fachleute“ um Marie-Theres und Sebastian sowie deren Eltern und Lehrer sich Kenntnisse aneignen, die letztlich einer selbstbestimmten Wissensaneignung förderlich sind. Frau Springel meint hierzu: „Und wenn man den Schülern aufzeigt, was für Möglichkeiten sie haben und auch die Eltern mit einbezieht, dann sind das für mich konkrete Beispiele, wie man Schulversagen vermeiden kann.“