Schulerfolg sichern - Was bedeutet bedarfsorientierte Schulsozialarbeit?

Prof. Dr. Thomas Olk
Prof. Dr. Thomas Olk (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) stellte zum Fachtag „Schulerfolg sichern - Was bedeutet bedarfsorientierte Schulsozialarbeit?“ den Stellenwert und die Rolle der bedarforientierten Schulsozialarbeit im Programm heraus. Er betonte auf der am 01. Juli 2009 im LISA Halle stattfindenden Veranstaltung wie wichtig die 3 Säulen für den Erfolg sind. Die Schulsozialarbeit kann dabei einen wichtigen Beitrag zur Schulentwicklung leisten.
Prof. Dr. Olk machte deutlich wie wichtig schulischer Erfolg für junge Menschen ist, um Chancen auf ein erfülltes Leben in der Wissensgesellschaft zu haben. Er betonte aber auch, dass Schulerfolg letztlich nur durch Schule zu sichern ist. Die Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter wirken daran mit. Um am System Schule etwas zu ändern, muss sich fachlich Vertrauen hergestellt haben.
Zitate:
„Schulentwicklung ist ein Weg um Schulversagen zu senken.“
„Schulsozialarbeit kann Schule darin unterstützen, eine selbstgestellte Aufgabe zu erfüllen.“
„Setzen Sie in Ihrer Arbeit breit an – nicht nur Einzelfallarbeit. Wichtige Unterstützungsformen sind Patenschaften mit Schülerinnen und Schülern, Tutoren und Peer learning.“
„Informelles Lernen sollte durch Schulsozialarbeit bewusst vorangetrieben werden – weil es eine Voraussetzung für formales Lernen ist. Erfolgserlebnisse Schaffen, Erlebnisse der Selbstwirksamkeit herstellen, komplementär zum Unterricht ermutigen!“
„Die Einzelschule sollte unbedingt eine Steuergruppe zur Schulentwicklung (Schulprogramm) bilden, um planvoll vorzugehensweise, Verantwortlichkeiten festzulegen und die Kooperation umzusetzen.“

Ines Petermann
Eine Bestätigung erfuhren diese Ausführungen durch den anschließenden Vortrag von Ines Petermann (Sekundarschule Friedrichstadt in Wittenberg). Sie erläuterte verschiedene Gründe für Schulversagen – u.a. Ängste, Krankheiten Überforderung. Frau Petermann betonte die Wichtigkeit der Abstimmung und des gemeinsamen Vorgehens in der Schule zwischen Schulleitung, Lehrkraft und Schulsozialarbeiter/-in. Sie verwies häufig darauf, dass es sich hierbei häufig um den „Weg der kleinen Schritte“ handelt.

Nadine Schulz und Sylvia Ruge
In den anschließenden Workshops:
• Zur gelingenden Kooperation von Schule und Jugendhilfe – Professionelle Interaktionen von Menschen aus unterschiedlichen Systemen - Nadine Schulz, Deutscher Familienverband Sachsen-Anhalt e.V.
• Welche Strukturen und Arbeitsformen unterstützen eine systematische Kooperation zwischen Schulsozialpädagoginnen & Schulsozialpädagogen, Schulleitung und Lehrkräften innerhalb der Schule? - Prof. Dr. Thomas Olk (MLU Halle-Wittenberg)
• Zur „richtigen“ Verständigung und zum „guten“ Verständnis zwischen Schulsozialpädagoginnen & Schulsozialpädagogen und Lehrkräften - Ines Petermann (SEK Friedrichstadt Wittenberg)
• Welche gemeinsamen Arbeits- und Projektansätze fördern Schülerinnen & Schüler und befördern das Arbeitsklima zwischen Schulsozialpädagoginnen & Schulsozialpädagogen und Lehrkräften - Andrea Rebenda und Wolf-Ekkehard Elz (AWO Erziehungshilfe Halle/ Saale gemeinnützige GmbH)
wurden die gegebenen Inputs aufgegriffen, konkretisiert und ergebnisorientiert diskutiert.

Andrea Rebenda und Wolf-Ekkehard Elz
Fachtag 01.07.2009 - Materialien zum Download
Bedarfsorientierte_Schulsozialarbeit_Halle1_7_2009.ppt Powerpoint zum Vortrag von Prof. Dr. Olk |
Workshop_Prof._Dr._Thomas_Olk.pdf Notizen zum Workshop Strukturen und Arbeitsformen der Kooperation zwischen Schulsozialpädagogen, Lehrkräften und Schulleitung |
Notizen_zum_Workshop_Projektansaetze_fuer_gelingende_Kooperation.pdf Workshop Nadine Schulz |



