17. November 2009 - Rückblick & Impressionen von der Fachkonferenz "Unterstützung sichern - Schritte auf dem Weg zum Schulerfolg"

Auf dem Kongress wurde sich über Themen wie „Stärkeorientierung“, „Peer Learning“, „geschlechterspezifische Förderung“ und, angeregt durch den Vortrag von Dr. Kees Vreughenhil, vor allem auch über sozialpädagogische Unterstützungsmaßnahmen im Bereich des schulischen Lehr- und Lerngeschehens verständigt. Vor dem Hintergrund der professionsverbindenden Zielstellung in unserem Programm brachten die Teilnehmer zudem verschiedene Rahmenbedingungen ihrer Arbeit zur Sprache. Beispielsweise berichteten Schulleiter über lokal gelungene Einbindungen von Schulsozialarbeit, nebenan im Workshop erörterten Programmakteure gemeinsam mit Verwaltungsvertretern landesspezifische Möglichkeiten einer pädagogischen Begleitung von Schulwechseln und noch einen Workshop weiter bekamen die Kongressteilnehmern anregende Einblicke in die bereits realisierte Bildungslandschaft Flensburgs eröffnet. Diese und andere fachliche Schwerpunktsetzungen waren Anlass für rege Diskussionen und einen weiterführenden Ideenaustausch. Viele Erkenntnisse und Anregungen wurden in die Regionen getragen und werden dort nun systematisch weiterverfolgt, teilweise sogar mit Unterstützung von kennengelernten Referenten. Gleichfalls werden die vielen auf der Konferenz geknüpften oder intensivierten Kontakte, etwa im Zuge der Netzwerk-Ausstellung, die Programmarbeit weiter voranbringen. Es ist ein weiteres Mal gelungen, den landesweit bestehenden Arbeitszusammenhang zu verdichten und insofern zu effektivieren. Als ein herausragendes Beispiel sei hier nur etwa erwähnt, daß ausgehend von einem Workshop demnächst Trägervertreter, Praktiker und Wissenschaftler ein Empfehlungsschreiben zur Qualitätssicherung erarbeiten wollen.

Workshop 1 - Mit Lern- und Zielvereinabrungen zum Schulerfolg

Mit Ziel- und Lernvereinbarungen können Kinder und Jugendliche eigenverantwortlich ihre Lernschritte und -ziele planen. Unterstützt werden sie dabei von Lehrkräften,
Schulsozialpädagogen/-innen, Eltern und/oder anderen Kindern und Jugendlichen.

Workshop 2 und 10 - Impulse aus der Verwaltung

Wie durch gelingende Kooperation zwischen Schul- und Jugendämtern die Entwicklung
von Schulen nachhaltig befördert werden kann, erläutern Experten aus der Verwaltung
anhand von Erfahrungen aus Flensburg, Hamburg sowie dem Salzlandkreis/Bernburg bzw. aus Wittenberg.

Workshop 3 - Zahlen, Berichte und Co.

Qualität von Schule – was sagen uns standardisierte Erhebungen und wie können wir sie, auch durch zusätzliche Informationen und Daten der Schule, für unsere Arbeit nutzen?

Workshop 4 und 12 - Gemeinsam Perspektiven diskutieren

Vertreter des Empfehlungsgremiums im Landesprogramm beraten mit Akteuren und Interessierten den bisherigen Programmverlauf und erörtern gemeinsam Entwicklungsmöglichkeiten.

Workshop 5 - Ausgrenzung vermeiden - kein Kind verlieren

Fachkräfte aus Schule, Jugendhilfe und Schulpsychologie beschreiben Möglich- und Notwendigkeiten der Kooperation, um bei Schulverweigerungstendenzen aus Angst vor
Mobbing und Gewalt betroffene Schüler/-innen wirksam zu schützen.

Workshop 6 - Schüler lernen untereinander am besten

Schüler/-innen unterschiedlicher Leistungsniveaus helfen anderen beim Lernen, sie erklären, experimentieren gemeinsam, geben Feedback . Praktiker/-innen stellen Beispiele aus Unterricht und Freizeit vor und wollen die Ergebnisse mit anderen Akteuren diskutieren.

Workshop 7 - Schulsozialarbeit sicher in Schule verankern

Schulleiter/-innen beschreiben, wie sie Schulsozialarbeit fachlich und organisatorisch gut in Schule verankern und diskutieren, wie sie die Fachkompetenzen der Jugendhilfe
optimal in die Arbeit einbeziehen können.

Workshop 8 - Entwicklungsprozesse dokumentieren - Ergebnisse sichern

Vertreter freier Träger stellen aus ihrer Praxis Dokumentationsmöglichkeiten von Arbeitsprozessen zur Schulsozialarbeit vor und diskutieren Mindeststandards und Handlungsempfehlungen.

Workshop 9 - Wertschätzende Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe

Im Fokus stehen die Stärken und Fähigkeiten von Pädagogen, die mit ihrer eigenen pädagogischen Rolle verknüpft sind sowie der Dialog über Widerstände, Konflikte,
Bedürfnisse, Gestaltungsmöglichkeiten und Unterstützungssysteme.

Workshop 11 - Mit Lern- und Zielvereinabrungen zum Schulerfolg (Kopie 6)

Welche Impulse haben Förderschulen in Bezug auf Wertschätzung und individualisiertes
Lernen für alle Schulen? Wie gelingt es etwas „andere“ Kinder so zu fördern, dass sie
starke Kinder werden?

Workshop 13 - Intergrationsmaßnahmen in der Schule: Ideen fürs (Zusammen-) Lernen

Im Mittelpunkt des Workshops steht die Frage wie Situationen geschaffen werden können, die es von Ausgrenzung betroffenen Schüler/-innen als auch Lehrer/ -innen ermöglichen diese zu überwinden und die Bindung an die Institution Schule zu stärken.

Workshop 14 - Jugendhilfe als kompetenter Partner der Schule

Wie sichern die Träger der Jugendhilfe die Qualität der Kooperation? Wie unterstützen sie ihre Schulsozialarbeiter/ -innen an den Schulen und sichern Vernetzung zu anderen
Partnern der Jugendhilfe?

Workshop 15 - "Schulabbruch und trotzdem Abschluss...?"

Welche gesetzlichen Möglichkeiten bietet das Land Sachsen-Anhalt Schüler/-innen, wenn diese eine Schulform verlassen müssen? Wer kann kann sie wie unterstützen und
begleiten?

Workshop 16 - Strategien für gendersensible Projektarbeit

Wie kann Schule und Schulsozialarbeit die vielseitigen und unterschiedlichen  Interessen, Verhaltensmuster und Kenntnisse von Jungen und Mädchen in der pädagogischen Arbeit berücksichtigen?