Training "Kooperative Entwicklung und Fortschreibung von Förderplänen"

2011 bot die Zentrale Koordinierungsstelle in Kooperation mit Andreas Methner von der Universität Leipzig ein Training zur „Kooperativen Entwicklung und Fortschreibung von Förderplänen“ an. Der Zuspruch war so groß, dass ein weiterer Fortbildungstag angeboten wurde. Es zeigte sich ein sehr hoher Bedarf an fachlicher Unterstützung für Lehrkräfte und Sozialarbeiter/innen im Bereich der Förderung einzelner Kinder und Jugendlicher.

Drei Schritte zum individuellen Förderplan

Im Fokus standen an diesem Tag vor allem die Themen „Wahrnehmung“, „Ist-Stands-Analyse und Schwerpunktsetzung“ und „Formulierung von Förderzielen“. Die Teilnehmenden waren überrascht, dass eine große Herausforderung in der Beobachtung von Kindern und Jugendlichen darin besteht, zwischen dem, „was ich sehe“ und dem „was ich denke“ zu trennen.

Gemeinsam auf die Stärken schauen

Die Kooperative Förderplanarbeit setzt genau an diesem Punkt an und verbindet verschiedene Perspektiven auf das Kind – Lehrkräfte, Eltern, Kinder selbst und Sozialpädagogen. Denn „was ein Einzelner für wahr hält, muss nicht wahr sein“. Ebenso gab es ein Staunen darüber, dass Förderpläne weder allein in Zusammenhang mit sonderpädagogischem Förderbedarf stehen noch sich nur auf den Abbau von Schwächen richten. Es geht zugleich um die Förderung der Stärken. Diese zu beschreiben, so die Meinung Vieler „ist gar nicht so leicht, da wir ja immer auf die Defizite schauen“.

Schwerpunktsetzung erhöht Erfolg

Anknüpfend an die aus verschiedenen Perspektiven diskutierten Beobachtungen, wird der Ist-Stand formuliert, der die Grundlage bildet um max. zwei Schwerpunkte der Förderung auszuwählen. Die Fokussierung ist deshalb wichtig, damit auch wirklich Erfolge für das Kind und die Pädagogen sichtbar werden.

Kompetenzen an Schulen durch Fortbildung

Schließlich übten sich alle Beteiligten in der konkreten Formulierung von Förderzielen und –maßnahmen. Sie erkannten, wie wichtig es ist smarte Ziele zu formulieren, die realistisch erreichbar und von verschiedenen Personen überprüfbar sind. Am Ende des Tages stand der Wunsch nach einem landesweiten Angebot von Fortbildungen zu „individuellen Förderplänen“. Zuerst aber vor allem für Schulleitungen, denn „pro Schule sollte es nur ein Planformat geben, damit alle diesen Plan lesen können.“