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Eigentlich möchte ich dazu gehören…

Bild: DKJS/Sandra Bach

Zur Schule zu gehen bedeutet Teilhabe. Schule ist der Ort, an dem Kinder und Jugendliche für das Leben lernen sollen. Doch Schulabsentismus schränkt diese Teilhabe ein.
Schulabsentismus erfolgreich zu begegnen, das ist nicht selten eine Herausforderung für pädagogische Fachkräfte. Es braucht viel Engagement, bewährte Angebote und Maßnahmen sowie starke Strukturen. Dinge, die zu fördern lohnt. Mit dem Fachtag Eigentlich möchte ich dazugehören am 15. Mai 2019 im IGZ INNO-LIFE in Schönebeck soll dazu ein Beitrag geleistet werden.

Die Veranstaltung, die sich unter anderem an Akteure aus Schule, Schulsozialarbeit, Jugendhilfe und Kommune wendet, soll über Ursachen von Schulabsentismus, Lösungsstrategien und Hilfsangebote informieren. Gleichsam soll sie die Entstehung neuer Ideen und Projekte fördern. Im Zentrum steht dabei vor allem der Blick auf Kinder und Jugendliche. Welche Bedürfnisse und Gründe haben sie, eben nicht zur Schule zu gehen? Wie können sie neu für Schule motiviert werden? Wie lassen sich gemeinsame Wege gestalten?

Einblicke und regionaler Austausch
Den Anfang bei der Beantwortung dieser Fragen macht Dr. Michael Kroll. Der Chefarzt und Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Asklepios-Klinikums in Stadtroda betrachtet in seinem Vortrag kulturelle, gesellschaftliche und psychologische Ursachen von Schulabsentismus. Zudem stellt er bewährte Präventionsstrategien wie etwa das Elternklassenzimmer vor.
Nach dem Vortrag haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, einen Blick auf die jeweilige Situation in den Regionen zu werfen und sich auszutauschen. Im Anschluss daran können sie sich in sechs verschiedenen Foren tiefergehend mit dem Phänomen Schulabsentismus auseinandersetzen.

Foren, die Brücken bauen
In diesen Foren wechselt etwa Klaus Seifried, Schulpsychologiedirektor a.D., die Perspektive, lässt die Teilnehmenden aus Sicht der Kinder und Jugendlichen die Auslöser für Schulabsentismus entdecken und zeigt Möglichkeiten der Prävention auf. Diana Dickes, Regionalbereichsbeamtin aus Halle mit dem Schwerpunkt Kinder und Jugendliche, informiert zu Präventionsangeboten der Polizei rund um das Thema Schulabsentismus.

Winfried Müller, Schulsozialarbeiter an der Sekundarschule Johann Christian Reil in Halle, setzt auf Kooperation aller Beteiligten und zeigt, warum es so wichtig ist, Kindern und Jugendlichen „Brücken zu bauen“.
Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen und Volker Knopf vom Bunten Werkstattprojekt in Magdeburg informiert über außerschulische Angebote, um junge Menschen wieder zum Lernen und für Schule zu motivieren.

Wie kann die gemeinsame Arbeit im Sozialraum konkret aussehen, wenn Kinder der Schule fernbleiben? Auf diese Frage antwortet Stefan Eiternick, Schulsozialarbeiter an der Sekundarschule Campus Technicus in Bernburg. Über welche Möglichkeiten Kommunen verfügen, Kinder und Jugendliche neu für Schule zu begeistern, ein gelingendes Ankommen zu ermöglichen und welche Herausforderungen sich dabei stellen, darüber informieren Dr. Ulrike Bergmann und Andreas Uiffinger vom Schulverwaltungs- und Kulturamt Stendal. 

Rundschau für neue Perspektiven
Für die Besucherinnen und Besucher bietet der Fachtag noch eine weitere Gelegenheit zum Austausch. Die Teilnehmenden sind eingeladen, eigene Konzepte, Plakate oder Handlungsleitfäden zum Thema „Schulabsentismus“ mitzubringen und diese auf der Veranstaltung auszustellen. Auf diese Weise soll eine große Materialsammlung entstehen, die zum Gespräch einlädt und neue Ideen fördert.

Wenn Sie Interesse haben und gern am Fachtag teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte bis zum 06.05.2019 ausschließlich unter folgendem Link an: https://eveeno.com/224524735

Einladungsflyer zum Download