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Landesweite Programmklausur

Bild: DKJS/Sandra Bach
Bild: DKJS/Sandra Bach

Auf Einladung der landesweiten Koordinierungsstelle Schulerfolg sichern fand am 20. November 2019 die diesjährige Programmklausur statt und für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von u.a. Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt, Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt, Politik, regionalen Netzwerkstellen für Schulerfolg, Trägern der freien und öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe und Schulen standen dabei die bisherigen und künftigen Entwicklungen des Programmes im Mittelpunkt.

Wohin geht es?
Nach kurzer Einführung in den Tagesablauf durch die Vertretung der landesweiten Koordinierungsstelle, informierten Gerlinde Riechert und Franziska Lau vom Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt über den gegenwärtigen Stand der Dinge hinsichtlich der Verlängerung des Programmes bis 2021. Wie schon im Mai dieses Jahres kommuniziert, hat der Haushaltsgesetzgeber mit dem Beschluss zum Haushaltsgesetz 2019 eine Ermächtigung im Haushaltsplan des Ministeriums für Bildung verabschiedet, um die bis 31.07.2020 bewilligten Projekte der bedarfsgerechten Schulsozialarbeit, der regionalen Netzwerkstellen für Schulerfolg und der landesweiten Koordinierungsstelle Schulerfolg sichern für noch ein weiteres Schuljahr, also bis zum 31.07.2021, im gleichen Umfang bewilligen zu können.

Die Klärung aller damit verbundenen Modalitäten ist auf das 4. Quartal 2019 terminiert und gegenwärtig noch nicht abgeschlossen. Wenn dies vollzogen ist, werden umgehend die Informationen bereitgestellt, was hinsichtlich einer Verlängerungsbeantragung zu tun ist. Das Verfahren zur Verlängerung soll dabei im Interesse aller Beteiligten möglichst einfach gehalten werden. Nach Einreichen der entsprechenden Unterlagen, werden diese schnellstmöglich durch das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt geprüft.

Im Nachgang dessen wurde die Steuerungsgruppe „Schulsozialarbeit“ mitsamt den Mitwirkenden sowie den bislang erfolgten Schritten/Treffen und besprochenen Inhalte vorgestellt.

Fokus, Evaluation, Ziele
Ein weiterer Punkt auf der Agenda war die Vorstellung der Fokusevaluation. Was bewirkt das Programm „Schulerfolg sichern“? Welche Zielgruppen profitieren in welcher Form von der Arbeit der zahlreichen Akteurinnen und Akteure innerhalb des Programms? Mit dieser Zielsetzung wertete Ramboll Management Consulting in Abstimmung mit dem Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt den Förderzeitraum vom Schuljahr 2015/16 bis zum Schuljahr 2018/19 aus. Laut Evaluation handelt es sich bei Schulerfolg sichern um ein leistungsfähiges Landesprogramm, das durch Innovation, guten Überbau sowie starke Vernetzung überzeugt und den Anteil von Schulabbrüchen verringert. Daraus folgend war die Empfehlung der Evaluation, die Struktur beizubehalten und für stabile Unterstützung/Sicherheit zu sorgen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Schulabsentismus entgegenwirken
Nicht nur innerhalb des Programms, auch innerhalb der Programmklausur Stand das Thema „Schulabsentismus“ im Fokus. So wurden nicht nur die Veranstaltungsformate der landesweiten Koordinierungsstelle wie „Schulabsentismus entgegenwirken! Was können Regionen tun, wenn Kinder der Schule fernbleiben?“, vorgestellt, sondern ebenso der Blick auf die Regionen gerichtet. Der Leiter der regionalen Netzwerkstelle Schulerfolg sichern im Landkreis Börde, Enrico Viohl, informierte unter anderem über Strategien bei Schulabsentismus in der Region.
Wie dies in der Praxis gelingt, stellten Roman Schöpp, Schulleiter Gemeinschaftsschule G.W. Leibniz Magdeburg, und Carsten Krause, Schulsozialarbeiter an der selben Einrichtung, vor. Roman Schöpp betonte in diesem Zusammenhang, dass Schule als attraktiver Lern- und Lebensort positioniert werden muss und machte sich für einen Ausbau der Schulsozialarbeit stark.

Blick nach vorn
Zum Abschluss der Veranstaltung ging der Ball nochmals an die landesweite Koordinierungsstelle zurück. Programmleitung Lydia Liebig stellte unter anderem die bisher erfolgten sowie fortführend geplanten Aktivitäten und Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung vor. Zudem informierte sie über die neue Publikation „Schweigepflicht und Datenschutz in der Schulsozialarbeit“ sowie den ins Leben gerufenen Twitter-Account des Programmes, der zu dessen verstärkter öffentlicher Wahrnehmung beitragen soll. Gestärkt werden soll das Programm im Jahr 2020 aber auch durch das Abhalten einer Fachkonferenz, bundes- und landesweiten Fachaustausch sowie intensive Gremienarbeit. Denn auch weiterhin heißt es „Schulerfolg sichern“.