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Multiprofessionelle Zusammenarbeit und digitale Medien an Schule etablieren

Illustration dreier Personen auf einem Segelboot.
Bild: DKJS/Sandra Bach

Für Kinder und Jugendliche ist die Zeit in der Schule sehr prägend und bestimmt ihre Entwicklung maßgeblich. Die Impulse, die von Schule ausgehen, wirken wie Tropfen, die auf die Wasseroberfläche fallen und Wellen auslösen, zu allen möglichen Seiten. Manchmal sacht, manchmal kräftig, aber immer folgt eine Reaktion. Ein starker Impuls ruft eine starke Wirkung hervor – eine starke Schule bringt starke Kinder und Jugendliche hervor.

Daran knüpften die Online-Impulstage vom 29.09. bis 01.10.2020 an: Die landesweite Koordinierungsstelle Schulerfolg sichern lud die Freiherr-vom-Stein-Schule, Gemeinschaftsschule Neumünster dazu ein, Einblicke in ihre gelingenden Beispiele aus dem Schulalltag zu geben. Bildungsexpertin Ulrike Handke rahmte die Impulse der Schule mit fachlichem Wissen ein. Der Live-Mitschnitt des Impulses bietet die Möglichkeit, Konzepte und Herangehensweise kennenzulernen, wie Schule ein Ort werden kann, an dem sich Kinder und Jugendliche wohlfühlen und motiviert sind zum Lernen.Den Impuls der Gemeinschaftsschule Neumünster sowie den Beitrag der Bildungsexpertin Ulrike Handke können Sie hier anschauen:

Voneinander lernen: Multiprofessionelle Zusammenarbeit an Schule
Die Gemeinschaftsschule Neumünster hat 2016 für ihr schulisches Engagement und die Schulentwicklungsprozesse den deutschen Schulpreis erhalten. „Uns zeichnet aus, dass wir jahrgangsübergreifend und selbstorganisiert lernen. Die 5.-7. Klasse und die 8.-10. Klasse lernen in 5-wöchigen Projekten zusammen.“ In der Schule arbeiten Schulsozialarbeit, Schulleitung, Personalrat und Lehrkräfte in multiprofessionellen Teams zusammen.

Digitale Medien erlaubt! Kinder und Jugendliche aktiv an Entscheidungen beteiligen
Neben der Etablierung der multiprofessionellen Zusammenarbeit zeichnet die Schule ihr Medienkonzept und den damit einhergehenden Beteiligungsprozess der Kinder und Jugendlichen aus. „Wir sehen die Kinder und Jugendlichen nicht nur als Konsumenten und Konsumentinnen von Medien, sondern auch als Gestalter und Gestalterinnen.“ Angestoßen wurde der Prozess 2012 von Vertretungen der Schülerinnen und Schüler. Daraufhin wurde ein Medienausschuss gebildet, an dem Schülerinnen und Schüler, Sorgeberechtigte, Lehrkräfte, Schulleitungsmitglieder und die Schulsozialarbeiterin teilnahmen. Die Gemeinschaftsschule Neumünster trat in das Netzwerk der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung bildung.digital sowie MediaMatters! ein, von denen sie Unterstützung im Prozess erhielten. Die Gemeinschaftsschule aus Neumünster öffnete sich für den Einsatz digitaler Medien. „Freude am Lernen. Freude am Leben. Medien können zur Motivation beitragen.“ Mithilfe von Fragebögen wurden Kinder und Jugendliche aktiv an der Konzeption zum Umgang mit Medien in der Schule einbezogen. Ihre Wünsche und Sorgen finden sich in den Medienregeln wieder. „Die Kinder und Jugendlichen sollen nicht das Gefühl haben, dass das Leben außerhalb der Schule ein völlig anderes ist. Schule ist ein Ort, in dem gesellschaftlicher Wandel deutlich wird.“

Gelingensbedingungen für Teamarbeit
Ulrike Handke, Bildungsexpertin, rahmte den Impuls-Vortrag fachlich ein und erläuterte die Notwendigkeit, die Gründe, Stolpersteine und die Gelingensbedingungen für Teamarbeit. „Wir können nicht kooperatives Arbeiten von den Kindern und Jugendlichen fordern, wenn wir das selbst nicht vorleben.“. Ulrike Handke macht darauf aufmerksam, dass die Verständigung über gemeinsame Werte sowie über Kommunikationsregeln Grundlage sind, um eine multiprofessionelle Zusammenarbeit zu etablieren. „Grundsätzlich brauchen wir immer die Schulleitung. Wenn die Schulleitung nicht hinter uns steht, kann Teamarbeit nicht funktionieren.“