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Wie geht’s gemeinsam? Schule und Jugendhilfe in Kooperation für starke Kinder und Jugendliche

Illustration einer Kindes im Superheldenkostüm, auf dem Cape stehen die Begriffe Schule, Jugendhilfe und Kommune
Bild: DKJS/Sandra Bach

Mit der Online-Fachkonferenz „Was uns Mut macht. Kinder und Jugendliche persönlich wertschätzen!“, sollte unter anderem den Fragen nachgegangen werden, was Kinder und Jugendliche für ihren Lernprozess benötigen, wie (sozial-)pädagogische Fachkräfte darauf positiven Einfluss nehmen können und welche Entwicklungsschritte Schule, Jugendhilfe und Kommune dafür gehen sollten. Eine große Rolle spielt hierbei vor allem die verbindliche und abgestimmte Kooperation von Schule und Jugendhilfe. Dieser bedarf es, um Kindern und Jugendlichen eine optimale Förderung ihrer kognitiven, sozialen, emotionalen und auch kreativen Kompetenzen zu ermöglichen.

Ganz einfach ist dieser Weg nicht, handelt es sich doch um zwei verschiedene Systeme. Jedoch haben sie ein gemeinsames Ziel: Chancengleichheit und Förderung junger Menschen. Und dieses Ziel ist der Hebel, um erfolgreiche Kooperationen zu initiieren und gelingende Bildungsbiografien von Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen und junge Menschen ganzheitlich zu fördern, sagt Eva-Lotta Bueren, Referentin für Jugend, Bildung, Jugendpolitik der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ. Was Schule und Jugendhilfe eint, wo sie Kinder und Jugendliche durch Zusammenarbeit stärken können und welche Bedingungen dafür notwendig sind, beleuchtet Eva-Lotta Bueren in ihrer Keynote „Wie geht’s gemeinsam? Schule und Jugendhilfe in Kooperation für starke Kinder und Jugendliche.“

Den Ausschnitt der Keynote und das Graphic Recording finden Sie hier:

Bedürfnisse und Brücken
„Wir gehen davon aus, dass Kinder und Jugendliche in jeder Schulart zu jedem Zeitpunkt ihrer Bildungsbiografie eine optimale Förderung ihrer kognitiven, sozialen, emotionalen und auch kreativen Kompetenzen brauchen.“ Schule als Lern- und Erfahrungsraum von Kindern und Jugendlichen ermöglicht dann ganzheitliche Entwicklungen, wenn ganzheitlich gedacht und gehandelt wird und die jungen Menschen im Fokus stehen und Ausgangspunkt der Überlegungen sind. Das ist die Prämisse, gelingender Bildungsbiografien von Kindern und Jugendlichen. Dieser folgend unterstreicht Eva-Lotta Bueren, dass Kinder und Jugendliche Lehrkräfte benötigen „[…] mit all ihrem Wissen, ihrem Professionswissen. Und sie brauchen Angebote und Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe. Das heißt, es geht nur zusammen.“

Rechtliche bzw. formale Unterschiede in dieser Zusammenarbeit können überwunden werden, denn „Schule und Jugendhilfe haben nicht nur die gleiche Zielgruppe, nämlich junge Menschen, auch ihre Funktionen und Aufgaben weisen in die gleiche Richtung.“ Im Prozess dieser Vermittlung kommt der Schulsozialarbeit eine besondere Rolle zu, die nicht nur viel an Schule leistet, sondern auch eine Brücke ist „[…] zu anderen Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe und anderen Akteurinnen und Akteuren im Sozialraum.“

Gelingensbedingungen erfolgreicher Kooperation und Bildungsbiografien
Damit jedoch Kooperationen initiiert werden können, die erfolgreiche Bildungsbiografien nach sich ziehen und junge Menschen in ihrer Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit unterstützen, sind konkrete Gelingensbedingungen vonnöten, auf die Eva-Lotta Bueren im zweiten Teil ihrer Keynote eingeht.

Im Zentrum dieser notwendigen Bedingungen stehen das Bewusstsein für die Bedarfe aller Akteurinnen und Akteure und Verbindlichkeit. Mit Blick etwa auf die Gestaltung von Bildungslandschaften betont Eva-Lotta Bueren: „Bildungslandschaft sollte bedeuten, die Akteurinnen und Akteure arbeiten möglichst verbindlich zusammen – also vertraglich fixiert und abgestimmt.“

Letztlich aber müssen alle Bestrebungen für Kinder und Jugendliche gedacht werden und von diesen mitgetragen und mitentwickelt werden, denn „die Bedarfe von Kindern und Jugendlichen sollten hier und heute und in den nächsten Jahren immer Ausgangspunkt unserer Überlegungen sein. Kinder und Jugendliche haben ein Bedürfnis nach und auch ein Recht auf Mitgestaltung und -beteiligung.“