unterstützt und gefördert durch:

Regionale Netzwerkstelle Schulerfolg sichern im Landkreis Börde

Träger

Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt Börde e.V.

Standort

Mehrgenerationenhaus
Gröperstraße 12
39340 Haldensleben

Ansprechpartner:

Herr Enrico Viohl
Gröperstraße 12, 39340 Haldensleben
Tel./Fax: 03904-720000
E-Mail: netzwerkstelleawoboerdede

Die Netzwerkstelle bringt bildungsrelevante Institutionen, Ämter und Akteure aus dem schulischen und außerschulischen Bereich zusammen und begleitet Kooperationsprozesse zwischen Einrichtungen der Jugendhilfe und Schulen im Landkreis Börde. Mit dem Ziel vielfältige inner- und außerschulische Angebote für Kinder und Jugendliche zu schaffen, unterstützt die Netzwerkstelle den Fachaustausch in der Region. Darüber hinaus fördert sie freiwilliges Engagement in Schulen und gelingende Bildungsbiographien von der Grundschule bis hin zur Berufsbildung. Dazu arbeitet sie aktiv in den einschlägigen Gremien der Region mit.

Gemeinsam mit vielfältigen Bildungsakteuren bringt sich die Netzwerkstelle so u.a. im Qualitätszirkel Schulverweigerung des Landkreises Börde ein. Mit dem Ziel, die Aktiven vor Ort zu sensibilisieren und ihren Informationsstand zu erhöhen, werden in der Zusammenarbeit verschiedene Instrumente entwickelt. So entstand etwa ein Schaubild zum Umgang mit Schulverweigerung auf der Grundlage des entsprechenden Runderlasses vom 14.01.2015 (siehe Downloads).

Darüber hinaus organisiert die Netzwerkstelle Fortbildungen für Akteure im Themenfeld Kooperation von Jugendhilfe und Schule sowie zu bedarfsorientierten Themen, wie z. B. Umgang mit Mobbing, Methoden der Lebensweltanalyse, Resilienz fördernde Maßnahmen und Methoden der Gesprächsführung.

Projektförderung

Zu den Aufgaben der Netzwerkstelle gehört die Vergabe von bildungsbezogenen Angeboten. Das bedeutet, die Netzwerkstelle kann auf Antrag einzelne, zeitlich begrenzte, schulbezogene Vorhaben und Projekte durch eine finanzielle Förderung ermöglichen, um Schulerfolge und eine Verbesserung der spezifischen Lebenssituation zu ermöglichen. Dabei können Schulen mit Partnern, z. B. Träger der Kinder- und Jugendhilfe, Kommunen oder Schulförderverein, kooperieren und nach fachlicher Beratung in der Netzwerkstelle einen Projektantrag stellen. Zielgruppen der Bildungsbezogenen Angebote sind Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte. Ein Fokus der bildungsbezogenen Angebote ist die schwerpunktmäßige Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Benachteiligungen bzw. Gefährdungen.

In folgenden Bereichen ist die Beantragung möglich:

  • Übergangsgestaltung
  • Angebote zur Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund
  • individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern
  • Kommunikation / Gesprächsführung
  • Prävention Gewalt und Mobbing
  • Bedarfsorientierte Fortbildung von Lehrkräften
  • Kooperation mit Eltern
  • Konzepte zur Veränderung der Lehr- und Lernkultur
  • Erlebnispädagogische Projekte

Für weitere Fragen stehen die Mitarbeiterinnen der Netzwerkstelle gern zur Verfügung. Beispielhaft wird im Folgenden ein ausgewähltes Projekt beschrieben.

Projekt: Erlebnispädagogische Tage - „Hoch hinaus und durch das Moor…“

Kooperationspartner:

  • Prof.-Friedrich-Förster-Gymnasiums Haldensleben
  • Verein der Freunde gymnasialer Bildung in Haldensleben
  • Verein „X-Sense“ - Klein Ammensleben
  • Jugendherberge Haldensleben

Schulsozialarbeit: Anika Wilke / Deutscher Kinderschutzbund Kreisverband Börde e. V.

Zeitraum: September 2016

Das Projekt der erlebnispädagogischen Tage richtete sich an die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen des Prof.-Friedrich-Förster-Gymnasiums in Haldensleben. Dabei wurden verschiedene Aktionen zur Team- und Klassenbildung auf dem Gelände der Jugendherberge der Stadt durchgeführt. Außerhalb des Schulalltages bekamen die Schülerinnen und Schüler so die Chance, sich auf andere Art und Weise kennen zu lernen. Dafür hielten die Erlebnispädagogen des Vereins „X-Sense“ spannende Methoden und nicht alltägliche Aktionen bereit, die die Kinder dazu aufforderten, in neuen und ungewöhnlichen Situationen in Beziehung zu treten und über sich hinaus zu wachsen.

Buchstäblich über sich hinauswachsen konnten die Kinder  zum Beispiel beim „Kistenklettern“.  So viele Kisten wie möglich aufeinander zu stapeln und anschließend, nur durch die eigenen Schulkameraden gehalten, hoch hinaus zu klettern, erforderte viel Mut und gegenseitiges Vertrauen.  Auch bei anderen Kooperationsaufgaben wie z. B. dem Überqueren eines Moorpfades lernten die Kinder, dass  manche Aufgaben besser im Team zu lösen sind. Achtgeben, sich zuhören, Konflikte bewältigen und sich gegenseitig helfen, diese Fähigkeiten brauchten die Schülerinnen, während sie sich selbst Lösungen erarbeiteten.

Begleitende Auswertungsgespräche durch die Erlebnispädagogen nach den Übungsphasen griffen die entwickelten Strategien und das Verhalten der Kinder auf, um die positiven Lerneffekte sowie erfolgreichen Verhaltensweisen hervorzuheben und für den Schulalltag zu verstärken.