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Übergangsgestaltung zum Berufsvorbereitungsjahr

Netzwerkstelle Mansfeld-Südharz

Im Laufe eines Lebens muss eine Vielzahl von Übergängen bewältigt werden: der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule, später in die weiterführende Schule und letztendlich in Ausbildung und Beruf. Damit verbunden ist nicht nur der Abschied von Vertrautem, sondern auch die Gewöhnung an ein neues Umfeld, neue Anforderungen und Abläufe. Um Brüche zu vermeiden, sind gute Vorbereitung und Unterstützung der Kinder und Jugendlichen gefragt. Dieser Aufgabe haben sich zwei Schulsozialarbeiterinnen aus dem Landkreis Mansfeld-Südharz gestellt: Frau Heise vom Förderzentrum Mansfeld-Südharz in Eisleben und Frau Lüddecke von den Berufsbildenden Schulen Mansfeld-Südharz am Standort Eisleben. Gemeinsam gestalten sie jedes Jahr den Übergang der Schülerinnen und Schüler von der Förderschule in das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ).

Sie führen Informationsveranstaltungen für Eltern durch, bei denen das BVJ vorgestellt und die Anmeldebögen für das BVJ ausgeteilt werden. Die beiden Schulsozialarbeiterinnen organisieren und begleiten einen „Tag der offenen Tür“, zu dem alle Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse und interessierte Eltern aus dem Förderzentrum Mansfeld-Südharz in Eisleben eingeladen werden. Um räumlichen Unsicherheiten am ersten Tag an der Schule vorzubeugen, wird ein Rundgang durch das Gebäude angeboten. Die Schülerinnen und Schüler sowie Eltern lernen die Schulleitung, die Schulsozialarbeiterin aber auch Schülerinnen und Schüler des aktuellen BVJ-Jahrgangs kennen und können mit ihnen ins Gespräch kommen. Im Anschluss informiert Frau Lüddecke über Berufsfelder, Ziele, Organisation und Anmeldeverfahren des BVJ, woraufhin individuelle Fragen rund um das Thema Beantwortung finden.

Eine weitere Maßnahme in der Übergangsgestaltung sind Schnuppertage in den Räumen der Berufsbildenden Schulen Mansfeld-Südharz am Standort Eisleben. Die Jugendlichen können sich in den Ausbildungsbereichen „Hauswirtschaft“, „Gesundheit“ sowie „Holz- und Metallwerkstatt“ ausprobieren. Dabei knüpfen sie nebenbei erste Kontakte zum Lehrerkollegium und machen sich mit dem Schulgebäude vertraut. Frau Heise und Frau Lüddecke decken die Ausgaben für Material und Zutaten, sodass keine Kosten auf die Schülerinnen und Schüler zukommen.

Die Angebote der beiden Schulsozialarbeiterinnen vor und während des Übergangs in das BVJ wirken sich auf die Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern und die aufnehmende Schule positiv aus. Umfassende Informationen und das Kennenlernen von künftigen Ansprechpersonen wirken dem Entstehen von Ängsten oder Vorurteilen der neuen Schule gegenüber entgegen. Hinzu kommt, dass die aufnehmende Schule frühzeitig einen Überblick zur Anzahl künftiger Schülerinnen und Schüler und zu besonderen Förderbedarfen erhält und die Klassen entsprechend planen kann.

Text:
Emily Reimann / Netzwerkstelle Mansfeld-Südharz
Frau Heise / Förderzentrum Mansfeld-Südharz
Frau Lüddecke / Berufsbildende Schulen Mansfeld-Südharz