unterstützt und gefördert durch:

Regionale Netzwerkstelle Schulerfolg im Landkreis Harz

Träger

Landkreis Harz – Jugendamt

Standort

Voigtei 37
38820 Halberstadt

Ansprechpartner:

Frau Doreen Schischkoff
Friedrich-Ebert-Str. 42, 38820 Halberstadt
(Besucheranschrift: Voigtei 37, 38820 Halberstadt)
Tel.: 03941-62553411
Fax: 03941-59702171
E-Mail: doreen.schischkoffkreis-hzde

Die regionale Netzwerkstelle Schulerfolg fördert den fachlichen Austausch von Akteuren unterschiedlichster Professionen und setzt damit Impulse für die Schulsozialarbeit im Landkreis Harz.

Ihre zentralen Aufgaben sind u.a.:

  • Netzwerkarbeit, interdisziplinäre Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Institutionen
  • Beratung und Begleitung von Schulen und Schulsozialarbeitern sowie Moderation von Schulentwicklungsprozessen
  • Bedarfsanalyse aller Akteure im Bereich Bildung der Region
  • Erstellen von bedarfsgerechten Unterstützungsangeboten (u.a. Fortbildungen, Modellprojekte, Workshops)

Mit dem Ziel, eine regionale Bildungslandschaft aufzubauen, gewährleistet die Netzwerkstelle die regionale Weiterentwicklung des Programms Schulerfolg sichern, bündelt bereits bestehende Potentiale und sorgt für einen gelingenden Theorie-Praxis-Transfer.

Mit mehr als 60 Partnern berät das Netzwerk 39 Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter an 36 Programmschulen. Die Netzwerkstelle koordiniert und unterstützt darüber hinaus vielfältige Schulprojekte durch fachliche Beratung und finanzielle Mittel.

Downloads

5. Newsletter - Juni 2017

4. Newsletter - Januar 2017

3. Newsletter - Oktober 2016

Um regelmäßig den Newsletter der Netzwerkstelle Schulerfolg im Landkreis Harz zu erhalten, genügt eine kurze Anfrage per E-Mail.

Modellprojekt „Übergänge gestalten“

Erfolgreich den Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule meistern

Bildungsbiografien ohne Brüche ermöglichen, Kinder und Jugendliche in ihrem Aufwachsen und ihrer intellektuellen Entwicklung begleiten: Lehrkräfte sowie Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter stehen aufgrund der neusten gesellschaftlichen Tendenzen weiterhin vor diesen Aufgaben; teilweise unter sehr herausfordernden Bedingungen.

Die Netzwerkstelle Schulerfolg Harz unterstützt Grund- und weiterführende Schulen seit 2011 bei der Gestaltung des Übertritts der Kinder von Klasse 4 in Klasse 5. Dazu wurde das Projekt Übergänge gestalten entwickelt, das sich an Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern richtet.

Module

Grundschule

Weiterführende Schule

Modul I: „Stress- und Stressbewältigung“

Erkennen von Stressoren, Erlernen von Stressbewältigungsstrategien, Umgang mit Leistungsdruck, Selbstmanagement

Modul IV: Erlebnispädagogik

Kennenlernen der neuen Schule, Kontaktanbahnung zu den neuen Mitschülerinnen und Mitschülern,
Kommunikation und Interaktion

Modul II: „Gemeinsam sind wir stark!“

Erkennen eigener Stärken, Stärkung des Selbstwertgefühls, Training prosozialer Verhaltensweisen

Modul V: Elternabend

„Wenn die Schule zur Nebensache wird“, Vom Kind zum Erwachsenen, Biografische Lebensplanung, Pubertät und Gruppenprozesse

Modul III: Elternabend - „Die Last der Entscheidung“

Wie können Eltern und Kinder gemeinsam die Entscheidung über die Schullaufbahn treffen?, Ablöseprozesse gestalten, Unterstützungsmöglichkeiten für Eltern

Modul VI: „Cool for school“

Lösen von Konfliktsituationen, Deeskalationsstrategien, Förderung eines positiven Klassenklimas

 

Modul VII: Schülerpatenausbildung

Ältere Schülerinnen und Schüler unterstützen die neuen 5. Klässler, Teambildende Fortbildung der Paten, Förderung sozialer Kompetenzen

Projektförderung

Bis zu 2.000 Euro pro Jahr können Schulen in Kooperation mit öffentlichen oder freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe sowie Schulfördervereinen zur Durchführung von bildungsbezogenen Angeboten beantragen. Die Netzwerkstelle Schulerfolg des Landkreises Harz begleitet die Projektentstehung, die Beantragung des Projektes sowie die Verwaltung und die Abrechnung der Finanzen.

Zunächst führt die Netzwerkstelle mit Träger und Schule eine Beratung zur inhaltlichen Klärung und zur Antragstellung des Projektes durch. Die Netzwerkstelle informiert und berät in der Folge bei anstehenden Fragen und bearbeitet die Antragsunterlagen.

Während des gesamten Prozesses achtet die Netzwerkstelle auf die Einhaltung der aufgestellten Verfahrensgrundsätze und organisiert die Zusammenarbeit mit dem dafür gegründeten Beirat für bildungsbezogene Angebote.

Formulare und weitere Informationen können per E-Mail unter rebekka.beyer-nawrockikreis-hzde abgefordert werden. Im Folgenden werden ausgewählte Projekte dargestellt.

Projekt: Theaterstück "Fremde Heimat - über Flucht und Integration"

Kooperationspartner: Berufsbildende Schulen "Geschwister Scholl" Halberstadt, Internationaler Bund Mitte gGmbH & Der Weimarer Kultur-Express

Schulsozialarbeit: Ulrich Kallenberger / IB Mitte gGmbH

Teilnehmerzahl: 130 Schülerinnen und Schüler mit Lehrkräften

Zeitraum: 01.12.-16.12.2016

Am 02.12.2016 führte der Weimarer Kultur-Express das Theaterstück "Fremde Heimat" vor den Schülerinnen und Schülern der Berufsbildenden Schulen auf. In dem Theaterstück wurden die Themen Flucht und Integration anschaulich und emotional ansprechend aufgegriffen. Die Schülerinnen und Schüler erhielten einen Einblick in die Lebenssituation und die Probleme von Jugendlichen mit Migrationshintergrund und wurden dazu angehalten, verantwortungs- und respektvoll mit fremden Menschen umzugehen.

Nach der Theateraufführung bestand für die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich in einer öffentlichen Diskussionsrunde zu dem Thema auszutauschen. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich darin üben, ihren Standpunkt auszudrücken, ihre Meinung vor einem großen Publikum darzulegen und ins Gespräch mit Mitschülerinnen und Mitschülern sowie Lehrkräften zu treten. Das Projekt förderte demnach soziale und emotionale Kompetenzen.

Mit Hilfe von Arbeitsmaterialien, die in Verbindung mit dem Theaterstück zur Verfügung gestellt wurden, wurde das Thema Flucht und Integration anschließend im Unterricht aufgegriffen.

Projekt: Schwarzlicht-Theater

Kooperationspartner: Grundschule "Auf den Höhen" Thale, Sozialzentrum Bode e.V. & Mediengruppe des Sozialzentrums

Schulsozialarbeit: Romy Leuschner / Sozialzentrum Bode e.V.

Teilnehmerzahl: 17 Schülerinnen und Schüler (Klasse 4b)

Zeitraum: 10.11.-31.12.2016

Das Schwarzlicht-Theater hat eine besondere Wirkung. Durch das Theater spielen im Dunkeln mit speziellen Farbeffekten, fällt es Schülerinnen und Schülern leichter, sich öffentlich vor Publikum zu präsentieren. Indem Kinder mit dem Schwarzlicht experimentieren, werden sie sinnlich angesprochen, ihnen wird eine weitere Gestaltungsvariante gezeigt und ihre Kreativität gefördert. Darüber hinaus können Sie ihre Sprach- sowie Lesefertigkeit verbessern und sozial-emotionale Kompetenzen weiterentwickeln.

Das Bildungsbezogene Angebot wurde mit einer 4. Klasse durchgeführt. In zweimal wöchentlich stattfindenden Proben wurde die Fantasiegeschichte "Eine Reise durch das Märchenland" entwickelt und schließlich während des traditionellen Weihnachtsprogramms für die Eltern aufgeführt.

Die Schülerinnen und Schüler dieser Klasse stammen aus Familien, denen wenig finanzielle Mittel zur Verfügung stehen und mit Problemen belastet sind. Viele von ihnen sind in ihrem Sozialverhalten auffällig. Die Schülerinnen und Schüler lernten durch das Schwarzlicht-Theater selbstbewusster aufzutreten, sich besser in die Gruppe zu integrieren und gemeinsam an einem Ziel zu arbeiten. Das Klassengefüge wurde gestärkt und problematisches Verhalten gemindert.

Projekt: Schülersprecherseminar 2016

Kooperationspartner: Ganztagsschule Burgbreite Wernigerode, Schulförderverein Ganztagsschule Burgbreite e.V. & Pestalozzi-Schule Wernigerode

Schulsozialarbeit: Stefanie Walit & Katja Wilhelm / Paritätisches Sozialwerk Kinder- und Jugendhilfe

Teilnehmerzahl: 18 Schülersprecherinnen und Schülersprecher von Klasse 5-10

Zeitraum: 20.09.-23.09.2016

Die viertägige Gruppenfahrt richtete sich an die Klassensprecherinnen und Klassensprecher sowie ihre Stellvertreterinnen und Stellvertreter aller Klassen der Ganztagsschule Burgbreite. Sie sollten in ihrer Rolle gestärkt und befähigt werden, Verantwortung für die Schule und ihre Klasse zu übernehmen.

Sachverhalte, die im Seminar aufgegriffen wurden sind unter anderem schulrechtliche Fragen, die Aufgaben eines Klassensprechers sowie die Struktur und die Arbeit des Schülerrates. Darüber hinaus erarbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler Regeln für die Zusammenarbeit sowie Ziele und Maßnahmen für das Schuljahr 2016/2017. Ein wichtiger Punkt war das Zusammentragen von Aussagen zum Thema "Guter Lehrer" - "Guter Schüler". Die Ergebnisse wurden dem Lehrerkollegium in der Dienstberatung präsentiert und dienen Schülerschaft und Lehrkräften als Handlungsgrundlage. Zusätzlich zu diesen inhaltlichen Arbeitsphasen konnten die Klassensprecherinnen und Klassensprecher durch erlebnispädagogische Angebote, wie Kistenklettern, Kooperations- und Vertrauensübungen, als Gruppe zusammenwachsen.

Das Projekt wurde in Kooperation mit der Förderschule "Pestalozzi" in Wernigerode durchgeführt. Es gab gemeinsame Programmpunkte, so dass sich Schülerinnen und Schüler der Sekundar- und Förderschule begegnen und austauschen konnten.

Projekt: Aus Vielen macht Eins - Durchstarten als starke Klasse

Kooperationspartner: Grundschule Stadtfeld Wernigerode & Anbieter für Erlebnispädagogik Schlüssel: Erlebnisse

Schulsozialarbeit: Beate Karassek / Internationaler Bund

Teilnehmerzahl: 90 Schüler der 4 jahrgangsgemischten Lerngruppen

Zeitraum: 22.08.-25.08.2016

Die Grundschule Stadtfeld bildete am Anfang des Schuljahres aus einer reinen 1. Klasse und einer 2. Klasse zwei jahrgangsübergreifende Lerngruppen. Damit wurde die Umgestaltung der Schuleingangsphase fortgesetzt, denn zu zwei bestehenden Lerngruppen wurden noch zwei hinzugefügt. Durch die Neubildung der Gruppen mussten die Kinder sich in einen neuen Klassenverband einleben, Kontakt zu den neuen Klassenkameraden aufbauen und sich an andere Bezugspersonen gewöhnen.

Das bildungsbezogene Angebot Aus Vielen macht Eins – Durchstarten als starke Klasse sollte helfen diese Gruppenprozesse positiv zu gestalten. Durch erlebnispädagogische Angebote wie Kooperations- und Interaktionsspiele, Klettern, Mittelalterlager, Bogenschießen und Reflexionsrunden sollte soziales Lernen ermöglicht und der Zusammenhalt in der Lerngruppe gestärkt werden.

Das Projekt wurde so umgesetzt, dass Eltern an den Abschlussaktionen teilnehmen und Kinder ihren Eltern ihre Tageserfolge zeigen konnten.

Projekt: Schlau geHandelt - selbst genäht

Kooperationspartner: Sekundarschule Thale/ Nord & Grundschulen Geschwister Scholl & Auf den Höhen in Thale

Schulsozialarbeit: Franziska Höher (SEK) & Ulrike Egner (GS) / Sozialzentrum Bode e. V.

Teilnehmerzahl: 15 Kinder (7 Kinder der 4. Klasse, 8 Kinder der 5. Klasse)

Zeitraum: 11.07.-15.07.2016

Das Projekt Schlau geHandelt - selbst genäht führte Kinder der 4. Klasse aus den Grundschulen in Thale und Kinder der 5. Klasse der Sekundarschule in Thale zusammen. Die Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse besuchen im darauffolgenden Schuljahr die 5. Klasse der Sekundarschule. Als solches ist das bildungsbezogene Angebot ein Übergangsprojekt, indem die Kinder der 4. Klasse ihre neue Schule mit ihren Räumlichkeiten und einen Teil der älteren Kinder kennen lernen.

Gegenstand des Projektes war, dass Schülerinnen und Schüler ein Kleidungsstück selbst herstellen. Sie sollten den gesamten Vorgang vom Auswählen der Stoffe, Schnittmuster erstellen bis hin zum eigenständigen Nähen miterleben und mitgestalten. Zu Anfang wurden die Kinder über Herstellungsorte und Transportwege von Kleidung und die globale Textilindustrie aufgeklärt. Sie bekamen ein Bewusstsein dafür, dass Kleidung im Ausland oft unter schwierigsten Bedingungen von Menschen genäht und dann in Deutschland billig verkauft werden. Somit stand sowohl ganzheitliches als auch globales Lernen im Mittelpunkt. Des Weiteren zielte das Projekt darauf ab, die verschiedenen Berufszweige, wie Designer, Maßschneider und Kaufmann im Einzelhandel, die mit Kleidungsherstellung- und verkauf verbunden sind, vorzustellen und den Schülerinnen und Schülern damit einen Einblick in die Berufswelt zu ermöglichen.

Projekt: Töchter-Mütter-TeaM

Kooperationspartner: Grundschule Aue Fallstein Hessen & Frauenzentrum Lilith Halberstadt, Frau Meier

Schulsozialarbeit: Eva Sabine Stradtner / Paritätischer Wohlfahrtsverband PSW GmbH

Teilnehmerzahl: 4 Erwachsene, 6 Kinder

Zeitraum: 15.04.-16.04.2016

Das Projekt Töchter-Mütter-TeaM richtete sich an Mädchen der 4. Klasse und deren Mütter. Es ist auf der Grundlage entstanden, Mütter in ihrer Erziehung zu unterstützen und dem schwierigen Verhalten der Schülerinnen, dass insbesondere in einer der 4.Klasse aufgefallen ist, etwas entgegenzusetzen. Den Müttern und Töchtern wurde Raum und Zeit gegeben, sich intensiv auszutauschen und kennenzulernen.

Als geschlechtsspezifisches Angebot gab es den Frauen und Mädchen die Gelegenheit in einem geschützten Rahmen, weibliche Themen und Probleme anzusprechen. Durch Vertrauens- und Kooperationsspiele, Übungen zur Selbst- und Fremdwahrnehmung sowie gemeinsames kreatives Gestalten konnten sie lernen miteinander respektvoll und wertschätzend umzugehen.