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Neue EU-Datenschutz-Grundverordnung: 2. Auflage unserer Publikation geplant

Datenschutz und Schweigepflicht in der Schulsozialarbeit

Ab dem 25. Mai 2018 gilt bei der Verarbeitung von personenbezogenen Daten die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Dies wirkt sich auch auf die Kooperation von Schulen und Jugendhilfe aus: Was bedeutet das konkret für die Arbeit an Schulen und der Jugendhilfe? Wie müssen pädagogische Fachkräfte künftig mit Daten umgehen? Um diese Fragen zu klären, arbeitet die landesweite Koordinierungsstelle Schulerfolg sichern derzeit an einer aktualisierten Auflage der Publikation „Datenschutz und Schweigepflicht in der Schulsozialarbeit – eine Orientierung für Sachsen-Anhalt“, in Abstimmung mit den zuständigen Behörden.

Durch die neue DSGVO werden diejenigen, die für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten verantwortlich sind, stärker in die Pflicht genommen. Beispielsweise hat jede Person das Recht zu wissen, zu welchem Zweck ihre Daten wie genutzt werden sowie das Recht auf Berichtigung, Löschung und Widerspruch. Die neue DSGVO legt konkrete Bedingungen fest, wie Daten rechtmäßig verarbeitet werden und welche Schutzmaßnahmen getroffen werden müssen. Verstöße können ab sofort mit hohen Strafen belegt werden.

Das DSGVO hat auch Auswirkungen auf das deutsche Bundes- und Landesrecht z.B. Änderungen im SGB I und SGB X, die Änderung des §203 StGB zum Einbezug mitwirkender Personen und die Neufassung des Bundesdatenschutzgesetzes. Zudem sind Änderungen in den landesrechtlichen Regelungen Sachsen-Anhalts zum Datenschutz absehbar. Auch die anstehende Novellierung des Schulgesetzes (zum Schuljahr 18/19) wird in der Neuauflage berücksichtigt.

Über den aktuellen Stand der Entwicklung und Zeitpunkt der Veröffentlichung informieren wir auf dem Programmportal.