unterstützt und gefördert durch:

Zusammenarbeit mit der Wissenschaft

Die Erfahrungen mit Schulsozialarbeit sind in Sachsen-Anhalt umfangreich und in besonderer Intensität wissenschaftlich begleitet und evaluiert worden. Die Ergebnisse sind bis zur zweiten Förderperiode beständig in die Weiterentwicklung des ESF- und Landesprogramms Schulerfolg sichern eingeflossen.

Die wissenschaftlichen Untersuchungen bestätigen „nachweisbare quantitative und qualitative Erfolge bei Projektschulen mit Schulsozialarbeit“ (Endbericht 2013). Sie machen deutlich, dass Schulsozialarbeit nicht ausschließlich dazu dient, Schulversagen zu vermeiden bzw. die Quote des vorzeitigen Schulabbruchs zu senken, sondern vielfache positive Auswirkungen - auf Kinder und Jugendliche als auch auf das System Schule - hat.

Wissenschaftlich belegte Effekte von Schulsozialarbeit in Sachsen-Anhalt

auf Schülerinnen und Schüler

  • Fehlzeiten gehen zurück
  • Verhaltensauffälligkeiten verbessern sich durch Einzelfallberatungen
  • Leistungsverbesserungen treten vermehrt auf
  • Schülerinnen und Schüler treten selbstbewusster auf
  • Schulsozialarbeit vermittelt soziale Kompetenzen über Projekte, Gruppenarbeiten etc
  • Schulsozialarbeit ist wichtiger Anlaufpunkt für vertrauliche Gespräche oder Unterstützungsbedarfe

auf das System Schule

  • Gewaltbereitschaft und Mobbing gehen zurück
  • Klassen- und Schulklima verbessern sich durch gruppenbezogene Angebote
  • Eltern werden besser erreicht
  • sukzessive Zunahme von Kooperationspartnerinnen und -partnern an und um Schule
  • Lehrkräfte können Perspektiven erweitern, fühlen sich entlastet und nehmen die Angebote als Unterstützung und Bereicherung wahr
  • Schutzauftrag der Schule kann adäquater und sensibler wahrgenommen werden
  • Schulsozialarbeit ist erfolgreich in schulische Strukuren eingebunden
  • Schulsozialarbeit ist Vermittler zwischen Schule, Eltern und Jugendhilfe

(vgl. Endbericht der wissenschaftlichen Begleitung)

Für die Zukunft der Schulsozialarbeit ist es wichtig, vorbeugende Maßnahmen und die Öffnung von Schulen zu berücksichtigen.

Weitere Empfehlungen auf Basis der wissenschaftlichen Untersuchungen sind:

In der neuen Förderperiode wurden wichtige Meilensteine bereits umgesetzt: Schulsozialarbeit wurde an Grundschulen deutlich ausgebaut, das Aufgabenprofil von Schulsozialarbeit um Aspekte der Prävention und Schulentwicklung erweitert und die Anträge für die neue Förderperiode wurden kooperativ von Schulleitungen und Projektträger erarbeitet.

Den Zwischenbericht (2011) der wissenschaftlichen Begleitung zum ESF-Programm können Sie hier nachlesen.