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Kooperation zwischen Schule und Jugendhilfe

Erste Ergebnisse des „Versorgungsmonitors Psychotherapie & Schule“ veröffentlicht

Das Kooperationsprojekt „Monitor Bildung und psychische Gesundheit“ der Universität Leipzig und der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover hat vor Kurzem erste Ergebnisse des „Versorgungsmonitors Psychotherapie & Schule“ veröffentlicht. Im Rahmen der bundesweiten Untersuchung wurden Psychotherapeut:innen und Schulleitungen aus 13 Bundesländern zu psychosozialen Versorgungsstrukturen für Kinder und Jugendliche, schulischen Belastungsfaktoren und Versorgungsbarrieren befragt. 

Die nun herausgegebenen Resultate bergen Zündstoff, werden in der Studie doch „sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schule erhebliche Lücken in der Versorgung psychisch belasteter Kinder und Jugendlicher“, festgestellt. Laut Untersuchung besteht ein steigender Bedarf an Angeboten von Beratungslehrkräften, Schulsozialarbeit und Schulpsychologie. Gleichsam ergibt sich für die Urheber der Studie, aus der unzureichenden Bedarfsdeckung durch vorhandene Angebote an Schulen sowie durch ambulante Psychotherapie außerhalb der Schule, dringender Handlungsbedarf. Um die Lage zu verbessern, ist den Autoren nach eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Schulen und schulexternen psychosozialen Fachkräften, wie Psychotherapeut:innen, notwendig.

Mehr Schulsozialarbeit erforderlich
Wichtiger Bestandteil innerhalb der psychosozialen Versorgungsstrukturen für Kinder und Jugendliche ist auch die Schulsozialarbeit. Hier legt die Studie bestehende Bedarfe offen, denn auf die Frage hin, ob die vorhandenen Stellen der Schulsozialarbeit den Bedarf an der jeweiligen Schule abdecken, gaben zwei Drittel (68 %) der Schulleitungen mit Stellen für Schulsozialarbeit eine fehlende Bedarfsdeckung an. Ein Drittel (32 %) berichtet von einer ausreichenden Bedarfsdeckung. Bemerkenswert ist in dem Zusammenhang auch, dass 72 % der Schulleitungen mit Stellen für Schulsozialarbeit den Bedarf an Stellen für Schulsozialarbeit im Schuljahr 2023/24 im Vergleich zum vorherigen Schuljahr als gestiegen einschätzen. Ein Viertel sieht (26%) einen unveränderten Bedarf. Lediglich 2% der Schulleitungen sehen einen gesunkenen Bedarf an Schulsozialarbeit. Noch deutlicher sind die Verhältnisse an Schulen ohne Schulsozialarbeit: hier sehen 90% der Schulleitungen einen entsprechenden Bedarf. 

Weitere Informationen zu den ersten Ergebnissen der Studie finden Sie hier.