unterstützt und gefördert durch:

Finanzielle Förderung, die wirkt – wie bildungsbezogene Angebote stärken

Handlungsfelder der Schulsozialarbeit
#Partizipation

Alle Kinder und jungen Menschen in der Stadt haben gleiche Chancen auf eine gelingende Bildungsbiografie. Das ist die Vision der Netzwerkstelle „Schulerfolg für Halle“.

Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es gezielte Unterstützung genau dort, wo sie im Schulalltag gebraucht wird. Eine wirkungsvolle Möglichkeit bietet die finanzielle Förderung einzelner und zeitlich begrenzter Vorhaben und Projekte an Schulen – sogenannte bildungsbezogene Angebote (BbA). Diese Projekte verfolgen das Ziel, den Schulerfolg von Kindern und Jugendlichen in der Stadt Halle langfristig zu sichern, unabhängig von ihrer Herkunft oder den individuellen Startbedingungen.

Das Besondere: Auch Schulen ohne Schulsozialarbeit können von dieser Förderung profitieren. Ob kreative Projektideen zur Stärkung der Klassengemeinschaft, Maßnahmen zur Elternarbeit oder unterstützende Angebote für Lehrkräfte – der Handlungsspielraum ist bewusst offen gestaltet. In der Regel können Fördermittel zwischen 500,00 € und 2.000,00 € beantragt werden. Diese stehen Schulen zur Verfügung, um eigene Ideen schnell, niedrigschwellig und bedarfsgerecht umzusetzen.

Wie das genau funktioniert, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und wie die Antragstellung erfolgt, wird in dieser Broschüre Bildungsbezogene Angebote der Netzwerkstelle „Schulerfolg für Halle“ Schritt für Schritt erklärt. Ziel ist es Interessierten, den Zugang zur Förderung so einfach wie möglich zu gestalten – damit die Ideen dort ankommen, wo sie gebraucht werden: direkt bei den Schülerinnen und Schülern. Die Broschüre der Netzwerkstelle gibt darüber hinaus konkrete Einblicke in bereits erfolgreich umgesetzte Projekte in Halle. Sie zeigen exemplarisch, wie Schulen vor Ort mit kreativen Ansätzen und starken Kooperationspartner:innen zur Bildungsgerechtigkeit beitragen – individuell, bedarfsorientiert und nah an der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen.

Hier bereits eine Auswahl an umgesetzten Projekten:

  • Förderung der seelischen Gesundheit: „Verrückt? Na und!“
    In Zusammenarbeit mit dem Trägerwerk Soziale Dienste in Sachsen-Anhalt GmbH (TWSD) wurde das Projekt „Verrückt? Na und!“ umgesetzt. An einem Schultag wurde das „schwierige“ Thema psychische Krisen in der Schule besprochen und erlebbar gemacht. Das bedeutete, Ängste und Vorurteile abzubauen, Zuversicht und Lösungswege zu vermitteln und Wohlbefinden in der Klasse zu fördern. Im Ergebnis zeigte sich, dass die Schülerinnen und Schüler ihr breites Basiswissen über mentale Gesundheit durch theoretische und praktische Methoden erweitern konnten. Die Jugendlichen zeigten sich dem Thema „mentale Gesundheit“ gegenüber sehr aufgeschlossen und beteiligten sich engagiert. Persönliche Grenzen wurden stets respektiert, das Thema wurde sensibel behandelt, gleichzeitig auch enttabuisiert.
     
  • Selbstwirksamkeit, Förderung Integration, Gruppenstärkung: „Siebdruckprojekt“ 
    Gemeinsam mit den Dozenten Nadine Härting und Michael Antons wurde ein Projekt zum Thema Siebdruck an insgesamt sechs Projekttagen umgesetzt. Ziel war die Förderung der Selbstwirksamkeit von Mädchen mit und ohne Sprachbarrieren aller Klassenstufen. Verschiedene Materialien wie Textil, Stoff, Pappe und Holz wurden im Siebdruckverfahren bedruckt. Der Prozess förderte gute Gespräche und das Verständnis füreinander. Die präzise Arbeit schuf eine entschleunigte Atmosphäre, die im hektischen Schulalltag selten ist. Sowohl Schülerinnen mit Sprachbarrieren als auch sehr zurückhaltende Mädchen konnten sich durch diese ruhige, konzentrierte Detailarbeit einbringen.
     
  • Konflikttraining, soziales Miteinander stärken: „Gewaltfreie Kommunikation“ 
    Das Projekt lief in Kooperation mit dem Kulturbühne Neustadt e.V. und dem Projekt Respect Coaches im Rahmen eines wöchentlich stattfindenden Kurses im Ganztagsbereichs in zwei Monaten. Der Fokus lag auf dem Umgang mit Konflikten in einer respektvollen Atmosphäre. Die Schülerinnen und Schüler empfanden die AGs und Projekttage als unterstützend und bereichernd. Die Inhalte umfassten Gruppenübungen, Entspannungstechniken, Rituale, sportliche Aktivitäten wie Kampfsport und Naturausflüge. Die Jugendlichen lernten Konflikte anzusprechen und konstruktive Lösungen zu finden.
     
  • Demokratieverständnis stärken: „Stolpern über Steine“
    Unter Anleitung der Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e. V. lernten interessierte Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 das digitale Tool „Actionbound“ näher kennen. Im Kontext der Vorbeugung von Antisemitismus und Diskriminierung gelang es durch die Recherche von Biografien aus der Stadt Halle (Saale) einen regionalen Bezug zur Thematik herzustellen, der sich nachhaltig auf die Demokratiebildung auswirkte. 

 

Die Netzwerkstelle als Wegbegleiterin

All diese Projekte wären ohne gezielte Unterstützung nicht möglich gewesen. Die Netzwerkstelle „Schulerfolg für Halle“ steht Schulen und Kooperationspartner:innen von der Idee bis zur Umsetzung beratend zur Seite. Sie hilft bei der Antragstellung, begleitet den gesamten Prozess und sorgt für eine transparente Abwicklung der Förderung.