Schulabsentismus hat zahlreiche Ursachen und Charakteristika. Allen Formen von Schulabsentismus gleich jedoch ist, dass ein möglichst frühzeitiges Erkennen und Gegensteuern dazu beitragen, die Situation zu verbessern. Die Stadt Halle hat diesem Ansatz folgend ein Frühwarnsystem zur Prävention und Reduzierung von Schulabsentismus erarbeitet.
Im Rahmen der „AG §78 Jugendhilfe-Schule“ der Stadt Halle (Saale) haben verschiedene Akteur:innen ein Monitoring-System entwickelt, das eine systematische Datenerfassung ermöglichen und Fehlzeiten schulübergreifend dokumentieren soll. Hierdurch werden schulvermeidende Entwicklungen frühzeitig sichtbar und gleichsam können schnellstmöglich Handlungsbedarfe wie -möglichkeiten identifiziert werden. Zudem wurde ein einheitliches, schulübergreifendes Meldeverfahren zu Schulpflichtverletzungen für die Schulen in der Stadt Halle (Saale) in enger Kooperation mit dem Landesschulamt erarbeitet. Ziel des Frühwarnsystems, das im laufenden Schuljahr an 8 halleschen Schulen erprobt wird, ist es, ein einheitliches Vorgehen auf der Basis des städtischen Bildungskonzepts zu etablieren und eine optimale Kooperation zwischen Schulen, Jugendhilfe und weiteren Akteur:innen sicherzustellen.
Das Frühwarnsystem, das sich am Ablauf zur schulbezogenen Erfassung von Schulversäumnissen (Registrieren, Analysieren, Reagieren) von Prof. Dr. Heinrich Ricking orientiert, kann mit weiteren relevanten Unterlagen und Hilfsmaterialien auf der Website der Netzwerkstelle „Schulerfolg für Halle“ heruntergeladen werden. Weitere Informationen sowie das Frühwarnsystem als PDF finden Sie hier.