Seit nunmehr einem halben Jahr findet Schule unter außergewöhnlichen Umständen statt. Ein halbes Jahr, das lange Zeit geprägt war von Abwarten und Ungewissheit, aber ebenso von Kreativität und Motivation. Vieles von dem, was für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Schulsozialarbeitende gewohnt war, musste und muss angepasst, umgestaltet werden. Im Rückblick ist dabei insbesondere die Vielzahl der Lösungen und Ideen bemerkenswert, von denen wir heute einige weitere vorstellen wollen und dazu dem Albert-Einstein-Gymnasium in Magdeburg einen Besuch abstatten, wo Kristin Voigt und Benjamin Krömer als Schulsozialarbeitende tätig sind.
Wie viele andere auch, haben sie im Frühjahr – während der Zeit der Schulschließung – darauf gesetzt, die Bande zwischen Kindern und Jugendlichen und der Schule aufrecht zu erhalten, indem sie verstärkt digitale Medien nutzen. Neben Messenger-Diensten, die für das schulische Projekt„Haute Cuisine“zum Einsatz kamen und sich die Schülerinnen und Schüler hier regelmäßig Bilder gekochter Mahlzeiten zusandten, um sich gegenseitig zu motivieren, wurden auch digitale Werkzeuge zum kollaborativen Arbeiten wie zum Beispiel „Padlet“ verwendet.
Mit diesem Tool erstellten Kristin Voigt und Benjamin Krömer eine interaktive Seite, die den Schülerinnen und Schülern sowohl viele Ideen zur individuellen Freizeitgestaltung als auch Möglichkeiten zum Selbststudium und Lernen offeriert. Basierend auf dieser Idee folgte der Aufruf, an einer Corona-Zeitschrift (Arbeitstitel) mitzuwirken, die den Bewohnerinnen und Bewohnern in Alten- und Pflegeinrichtungen zum Zeitvertreib zugesandt werden sollte. In eine ähnliche Richtung geht hier auch das Projekt „Teilen macht Freude“, das coronabedingt angepasst wurde. Während hier normalerweise Schülerinnen und Schüler in einer Pflegeinrichtung gemeinsam mit der Bewohnerschaft Gesellschaftsspiele spielen, wurde stattdessen ein gemeinsamer Brief an diese geschrieben, der mit selbst gebastelten Puzzles übergeben wurde. Erinnerung und Versprechen zugleich, so bald wie möglich wieder zusammen die Nachmittage zu verbringen.
Was im Frühjahr noch als Behelf vorgesehen war, hat sich nach den Sommerferien etabliert, resümieren Kristin Voigt und Benjamin Krömer: „Die Padlet-Seite ist ein fester Bestandteil unserer Arbeit geworden, denn es hat sich im letzten halben Jahr gezeigt, dass die Kinder und Jugendlichen, Sorgeberechtigten und Lehrkräfte unsere Padlet-Seite sehr gerne nutzen und gut finden.“ Diese Entwicklung rührt zu einem großen Teil auch daher, dass die Padlet-Seite gleichsam für die Sommerferiengestaltung zum Einsatz kam. So wurden über die Padlet-Seite unter anderem unzählige Angebote für die Schülerinnen und Schüler sowie deren Sorgeberechtigten angeboten und verbreitet. Im Zuge einer SommerFerienAktionswoche war die Präsenz auf Padlet Dreh- und Angelpunkt, um 8 Schulen miteinander zu verbinden und die Aktionswoche miteinander durchzuführen. Daneben wird die Seite nun auch für ein schulisches Foto-Projekt genutzt, damit Kinder und Jugendliche über die Seite untereinander Fotos teilen und auch zu bewerten können.
So zeichnet sich zum Ende des Sommers der Beginn einer langfristigen Entwicklung ab, denn nach den gesammelten Eindrücken und Erfahrungen ist für Kristin Voigt und Benjamin Krömer klar, dass sie an der geschaffenen Plattform festhalten und weiterarbeiten wollen. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern, Sorgeberechtigten und Lehrkräften.
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