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Planspiele zum Jugendkreistag im Landkreis Börde

Handlungsfelder der Schulsozialarbeit
#Partizipation #Kooperationen

Bei dem Jugendkreistag geht es darum, dass die Kinder und Jugendlichen über wichtige Fragen und Themen, die mit ihrem Leben und ihrer Umgebung zu tun haben, ins Gespräch kommen und diese in Form eines regelmäßig tagenden Jugendkreistages vertreten. Der Jugendkreistag der Börde ist offen für Kinder und Jugendliche zwischen dem vollendeten 13. und einschließlich 21. Lebensjahr.

Zur Gewinnung neuer Mitglieder führten die Partnerschaft für Demokratie des Landkreises Börde, die Netzwerkstelle „Schulerfolg sichern“ sowie das Jugendamt und das Amt für Bildung des Landkreises Börde im April 2024 insgesamt 6 Planspiele an Gemeinschafts- und Sekundarschulen und Gymnasien der 8.–10. Klasse durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler erhielten im Rahmen eines Projekttages die Möglichkeit, sich in unterschiedlichen Workshops mit den Themen Mobilität und Jugendbeteiligung, Bildung und Ungerechtigkeiten auseinanderzusetzen.

Ziel der Workshops war es, konkrete Projektideen zu entwickeln und sie mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern in der Sitzung des Jugendkreistages der eigenen Klasse zu diskutieren. Anschließend wurde darüber abgestimmt, welche Projektideen an den offiziellen Jugendkreistag des Landkreises Börde weitergeleitet werden sollen. Die Schülerinnen und Schüler erhielten somit die Möglichkeit, ihre Ideen und Wünsche an den Jugendkreistag heranzutragen und für einen Tag in die Rolle eines Vorsitzenden, eines Protokollanten oder eines stimmberechtigten Mitgliedes zu übernehmen.

Die gemeinsamen Gespräche und die Ergebnisse der Planspiele hatten zugleich einen starken Einfluss auf die Entwicklung des Bildungsleitbildes des Landkreises Börde. Den Wünschen der Schülerinnen und Schüler entsprechend werden die Gestaltung lebensbezogener Bildungsangebote und die Unterstützung der praxisorientierten Berufsberatung einen wichtigen Schwerpunkt des Leitbildes bilden.

Stimmen der Jugendlichen

Was Bildung ist und welche Bedeutung sie für die Zukunft hat, beschrieben die Jugendlichen in ihren ganz eigenen Worten. Für manche zeigt sich Bildung dort, „wenn ich in der Natur spazieren gehe“ oder „wenn ich mit meiner Oma koche“, für andere im „Internet; Tik Tok“ oder ganz praktisch dann, „wenn ich weiß, wo ich hin muss“. Bildung sei „das Erlernen von Fähigkeiten und coolen Skills“ – und für die Zukunft mindestens ebenso bedeutsam: „um sich einen Job aussuchen zu können“, „damit ich mit meinen Kollegen zurechtkomme“, „für den Schutz der Umwelt und des Friedens“ und weil sie „bedeutend für neue Erfindungen und Innovationen“ ist. Oder einfach „für eine gute Zukunft, in der wir zusammenleben wollen“. 

Aus den Workshops entstandene Projektideen

Aus den Workshops gingen konkrete Projektideen hervor. Beim Thema Gesundheit entwickelten die Jugendlichen die Idee „Sportgeräte am Fußballplatz“, denn ihnen fehlten kostenlose Trainingsmöglichkeiten vor Ort:„Wir brauchen coolere Sportgeräte und Klettergerüste, die Kinder mehr in Bewegung bringen.“ Ebenfalls im Bereich Gesundheit entstand das Projekt „Horizonterweiterung“ zur Suchtprävention, mit dem Wunsch nach „Aufklärung aller Altersklassen, insbesondere Jugendliche“ und „Wissensvermittlung, wie der Körper auf Drogen reagiert“.

Beim Thema Natur- und Umweltschutz entstand die Idee „Naturschutz – Hören, Sehen, Fühlen“ mit dem Anliegen, „praktische Erfahrungen zu sammeln“ und „neue Perspektiven auf den Naturschutz“ zu erhalten. 

Im Bereich Jugendbeteiligung und Freizeitgestaltung wünschten sich die Jugendlichen mit dem „Handwerker-Schuppen“ einen Ort zum Ausprobieren – „Es ist wichtig, damit man in der Freizeit was zu tun hat und sich nicht langweilt.“ Mit der Idee „Jugendliche gemeinsam unterwegs“ ging es ihnen um „sinnvolle Zeit mit Freunden“, neue Leute kennenzulernen und „die Umgebung und den Landkreis kennenzulernen“.

Weitere Stimmen finden Sie in den Postern zu den durchgeführten Planspielen der Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie Landkreis Börde.