unterstützt und gefördert durch:

Retrospektive Onlinebefragung „Schulerfolg sichern digital“

Illustration drei Fachkräfte, die sich unterhalten.

Bild: DKJS/sandruschka

Retrospektive Onlinebefragung „Schulerfolg sichern digital“

Für den Programmabschnitt „Schulerfolg sichern digital“, der den Zeitraum vom 01. August bis 31. Juli 2022 umfasst, fand im vergangenen Jahr eine retrospektive Onlinebefragung statt, deren Ziel es war, Bedarfe und Qualifizierungswünsche von Akteur:innen aus Schule und Jugendhilfe zu eruieren. Anhand der Ergebnisse sollten und sollen Programmaktivitäten der landesweiten Koordinierungsstelle ausgerichtet werden – mit besonderem Augenmerk auf den Umgang in und mit digitalen Medien.

An dieser Stelle möchten wir uns bei den insgesamt 207 Fachkräften aus Schule und Jugendhilfe bedanken, die an der Onlinebefragung teilgenommen und uns tieferen Einblick in ihren Arbeitsalltag und ihre Erfahrungen gewährt haben. Was die Teilnehmenden, die sich zu 72% aus Schulsozialarbeitenden, 14% aus Schulleitungen und 14% aus andere Programmakteur:innen (z.B. Trägervertretungen oder Mitarbeitende der regionalen Netzwerkstelle für Schulerfolg) zusammensetzen, konkret angegeben haben, möchten wir im Folgenden kurz vorstellen. Eine detailliertere Aufbereitung der Befragung finden sie im beigefügten PDF. Der Einfachheit halber konzentrieren sich die vorgestellten Ergebnisse auf Schulsozialarbeitende, da diese die größte Teilnehmendengruppe bilden und somit eine differenzierte Ergebnisdarstellung für diese Gruppe möglich ist.

Wissen zu Rahmenbedingungen und Kommunikationstools
Grundsätzlichstimmten in der Umfrage Schulsozialarbeitende durchschnittlich eher zu, dass sie Wissen über digitale Medien haben. Durchschnittlich am stärksten stimmten sie der Aussage zu, dass sie wissen, welchen gesellschaftlichen Einfluss diese besitzen. Ihr Wissen zu Risiken der digitalen Mediennutzung sowie zu Ansprechpersonen und Anlaufstellen zu Medienschutz und Mediennutzung schätzen sie ähnlich hoch ein. Im Zuge dessen wurde auch ermittelt, wie gut die Befragten ihr Wissen in verschiedenen Tools der Medienbildung einschätzen. Dabei stufen Schulsozialarbeitende ihr Wissen mit Kommunikationstools (z.B. Signal) im Vergleich zu den anderen Tools im Schnitt am höchsten („eher gut“) ein. Demgegenüber wurde das Wissen über Tools, die Partizipation stärken (z.B. Tricider), im Schnitt am niedrigsten („eher nicht gut“) eingeschätzt. Besser wurde das Wissen über die Rahmenbedingungen der Mediennutzung in Schule bewertet. Im Schnitt erfolgte eine hohe Zustimmung („eher zu“ bis „voll und ganz zu“), dass Schulsozialarbeitende sich mit den technischen Rahmenbedingungen der Mediennutzung in der Schule auskennen.

Regelmäßig Kommunikationstools und Informationen zu Risiken
Die Teilnehmenden wurden auch befragt, wie häufig sie digitale Tools in Schule und Unterricht nutzen. Dabei wurde von den Schulsozialarbeitenden durchschnittlich angegeben, dass sie Kommunikationstools am häufigsten und Partizipationstools am seltensten in (Bildungs)Settings nutzen. Im Fortlauf ging es auch darum, über welche digitalen Themen und Inhalte Schulsozialarbeitende Kinder und Jugendliche, Sorgeberechtigte sowie Lehrkräfte informieren. Vier Fünftel der Schulsozialarbeitenden gaben an, Kinder und Jugendliche über Risiken digitaler Medien zu informieren (83%). Etwas weniger als drei Viertel der Schulsozialarbeitenden informieren Kinder und Jugendliche über Risiken digitaler Medien hinsichtlich jugendgefährdender Inhalte (73%).

Sorgeberechtigte werden über ähnliche digitale Inhalte informiert wie Kinder und Jugendliche. Etwas mehr als zwei Drittel der Schulsozialarbeitenden setzten Sorgeberechtigte über die Risiken der digitalen Medien, wie z.B. Cybermobbing (71%) in Kenntnis. Abweichungen ergeben sich bei den Inhalten für Lehrkräfte. So informiert mehr als die Hälfte der Schulsozialarbeitenden Lehrkräfte über Anlaufstellen für Medienschutz (58%) und etwas weniger als die Hälfte der Schulsozialarbeitenden spricht mit Lehrkräften darüber, welche Chancen digitale Medien fürs Lernen besitzen (48%).

Wissenszuwachs durch digitale Angebote
Nicht zuletzt förderte die Befragung auch zutage, dass je häufiger Teilnehmende an Qualifizierungsangeboten der landesweiten Koordinierungsstelle teilgenommen haben, desto größer der wahrgenommene Wissenszuwachs bei den Befragten war. Auch die Nutzung der Material- und Wissensplattform wurde als positiv für den wahrgenommenen Fähigkeitszuwachs bewertet. Als Konsequenz daraus wird die landesweite Koordinierungsstelle weiterhin und verstärkt auf diese Wege der Qualifizierung für Fachkräfte in Schule und Jugendhilfe setzen.

Weitere Details der Befragung finden Sie hier. Für Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung.


Ihr Team der landesweiten Koordinierungsstelle Schulerfolg sichern