Wie können Kinder und Jugendliche gut durch ihre Schulzeit kommen? Was brauchen Schulen, damit Lernen und Miteinander funktionieren? Und ganz wichtig: Wer kann unterstützen, wenn die Herausforderungen im Schulalltag größer werden? Nun, dafür gibt es viele Antworten und Lösungen. Oftmals fehlt jedoch die Zeit, die passenden Ansprechpersonen und Angebote zu finden, um diese Lösungen in Angriff zu nehmen.
Die Netzwerkstelle „Schulerfolg im Saalekreis“ setzt genau an diesem Punkt an und bringt mit ihrem Format „VISION.TRIFFT.SCHULE“, alle die zusammen, die gemeinsam Synergien für den Schulerfolg von Kindern und Jugendlichen schaffen: Schulleitungen, Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, Schulpsychologie. Und das ist gut so, denn wie Anje Springer, Amtsleiterin des Jugendamtes im Saalekreis erklärt: „Schule ist heute mehr als ein Ort des Lernens. Hier treffen unterschiedliche Lebenswelten von Kindern, Jugendlichen und Fachkräften aufeinander. Im Schulalltag entstehen dadurch viele Herausforderungen.“
Visionen treffen sich
Wie sich diesen Herausforderungen begegnen lässt, darüber wurde am 11. September 2026 gesprochen. Dort kamen in der Sekundarschule „Albrecht Dürer“ in Merseburg 50 Teilnehmende, darunter Schulleitungen, Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, Schulpsychologie, das Gesundheitsamt sowie weitere Fach- und Kooperationspartner zusammen, um regionale Unterstützungsangebote kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt standen die Menschen, die hinter den unterschiedlichen Angeboten der präventiven Jugendhilfe und Projektarbeit stehen. In kurzen Vorstellungen konnten die Mitwirkenden ihre Arbeit präsentieren und in Workshops Angebote direkt ausprobiert und erlebt werden. Gleichzeitig blieb Raum für persönliche Gespräche und neue Kontakte. Die Schulen erhielten nicht nur die Möglichkeit, sich über die Angebote zu informieren, sondern vor allem zu erfahren, wer dahintersteht, was sie leisten können und was zur eigenen Schule passt.
Netzwerkstelle als wesentlicher Faktor
Das Miteinander, das gemeinsame Erarbeiten und der Blick füreinander sind also entscheidend wie auch Annett Hellwig, Dezernentin für Gesundheit, Soziales und Bildung im Saalekreis, feststellt: „Schulen können und müssen Herausforderungen nicht allein bewältigen. Wir brauchen Menschen, die sich einbringen; Schulen, die offen für Kooperation sind; Fachkräfte, die Kompetenzen verbinden und Strukturen, die Zusammenarbeit ermöglichen.“ Dabei sieht sie auch eine besondere Rolle der Netzwerkstellen für Schulerfolg und deren Ideen: „Die Netzwerkstelle ,Schulerfolg im Saalekreis‘ bündelt dies in ,VISION.TRIFFT.SCHULE‘ mit dem Ziel, Schulen dort Unterstützung zu geben, wo sie gebraucht wird.“ In anderen Worten: Die Netzwerkstelle kennt regionale Akteure, Angebote sowie Konzepte. Und bringt Schulen mit den passenden Ansprechpartnern zusammen. Das spart Zeit und Ressourcen und schafft kurze Wege zu bedarfsgerechter Unterstützung.
Und es schafft Schulerfolge. „Präventive Jugendhilfe und regionale Vernetzung unterstützen Schulen in ihrer Arbeit und tragen dazu bei, Schulerfolg zu sichern. Denn Schulerfolg bedeutet mehr als gute Noten. Kinder und Jugendliche brauchen Orte, an denen sie sich wohlfühlen, sie ihre Stärken entdecken, Gemeinschaft erleben und Freude am Lernen entwickeln können. Schule darf Spaß machen. Schullust darf gefördert werden. Und Schule darf sich als Lebensort weiterentwickeln“, betonte Annett Hellwig.
Damit Schule sich nun aber adäquat weiterentwickeln kann, sollen die geknüpften Kontakte und geschlossenen Kooperationen nach der Auftaktveranstaltung in Merseburg weitergeführt und die Visionsfabrik als regionales Netzwerk für Schulen und ihre Partner weiter mit Leben gefüllt werden. Denn das ist das eigentliche Ziel von VISION.TRIFFT.SCHULE.: Gemeinsam finden, was Schule stark macht.
Hintergrund VISION.TRIFFT.SCHULE.
Mit VISION.TRIFFT.SCHULE. hat die Netzwerkstelle „Schulerfolg im Saalekreis“ ein neues Format innerhalb ihrer Arbeit ESF +-Programm „Schulerfolg sichern“ entwickelt. Die Grundidee ist, Schulen, Projektträger und Netzwerkpartner an einem Ort zusammenzubringen, persönliche Begegnungen zu ermöglichen und passgenaue Unterstützung sichtbar und erlebbar zu machen. In Pitches, Workshops und persönlichen Begegnungen erhalten Schulen die Möglichkeit, regionale Angebote kennenzulernen, selbst auszuprobieren und direkt mit den Menschen dahinter ins Gespräch zu kommen. Projektträger wiederum erhalten eine Plattform, um ihre Arbeit sichtbar zu machen, Kontakte zu Schulen aufzubauen und neue Kooperationen anzubahnen. So entsteht mehr als eine klassische Projektpräsentation, sondern ein Raum für Begegnung, Austausch und Vernetzung. VISION.TRIFFT.SCHULE. ist ein weiterer Baustein der Netzwerkarbeit in der Netzwerkstelle „Schulerfolg im Saalekreis“ – mit dem Ziel, vorhandene Ressourcen zusammenzuführen, Zugänge zu Unterstützung zu erleichtern und gemeinsam gute Bedingungen für Kinder und Jugendliche zu schaffen.
Weitere Informationen und Hinweise zum Projekt finden Sie hier.