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Gemeinsam Handlungskompetenzen stärken - Gelungener Fachtag zum Thema Migration in Wittenberg

Workshop-Einblick: Fachtag der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft Wittenberg

Workshop-Einblick: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer befassen sich u.a. mit Gründen von Flucht sowie den Bedürfnissen und Wünschen der Geflüchteten - Foto: Lena Stepper / Landkreis Wittenberg

Die Netzwerkstelle Schulerfolg sichern im Landkreis Wittenberg berichtet vom Fachtag der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft (PSAG). Pädagogische Fachkräfte aus Schulen, Kindertagesstätten und Beratungsstellen aber auch Ehrenamtliche kamen in den Erfahrungsaustausch und erhielten Anregungen für ihre Praxis.

Schülerinnen und Schüler der Klasse Deutsch-Migration 1 der Sekundarschule Rosa Luxemburg leiten den Fachtag „Migration – Überforderung oder Herausforderung?“ mit ihrem Stück „Kein Krieg – Eine Reise in die Zukunft“ ein. Die rund 120 Teilnehmenden des Fachtages, die sich in der Aula der Sekundarschule Rosa Luxemburg am 18.05.2016 zusammengefunden haben, folgen der Aufführung mit großem Interesse und Mitgefühl. Damit ist der Auftakt aus Sicht der Veranstalter gelungen.

Initiator des Fachtages ist die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft, Untergruppe Kinder und Jugendliche, in der auch die Netzwerkstelle Schulerfolg sichern im Landkreis Wittenberg aktiv mitwirkt. Ziel war es, „die Unsicherheiten der Akteure aufzugreifen und sie in ihrer Handlungskompetenz zu stärken“, berichtet Frau Heinze, Koordinatorin der Netzwerkstelle „Frühe Hilfen/Kinderschutz“ und PSAG-Mitglied.

Dafür wurden für den Vormittag zwei Referierende gesucht, die den Fachkräften aus Schule, Kindertagesstätten, Beratungsstellen sowie Vertreterinnen und Vertretern der offenen Kinder- und Jugendarbeit als auch den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern Anregungen für die alltägliche Arbeit geben. Diese wurden auch gefunden: Herr Hochschild berichtet in seinem Vortrag von den Herausforderungen, denen er sich als Interimsschulleiter an der Berliner Rütli-Schule 2006 stellen musste. Er führt beispielsweise aus, dass Kommunikation nicht auf die verbale Ebene beschränkt ist, sodass fehlende Sprachkenntnisse nicht zwingend eine Barriere im Umgang mit den Migrantinnen und Migranten sein müssen. Ähnliches greift Frau Hummel auf, als sie von ihrer Tätigkeit und dem Angebot des Jugendmigrationsdienstes im Landkreis Wittenberg (AWO) berichtet.

Am Nachmittag haben die Akteure die Möglichkeit, an zwei von acht Workshop-Angeboten teilzunehmen. Die Themenauswahl ist vielfältig und reicht von der therapeutischen Arbeit mit Flüchtlingen über die Vorstellung des Familienpatenprojektes bis hin zur Arbeit mit jungen Migrantinnen und Migranten im Sprachförderzentrum der gastgebenden Schule. Im Workshop von Frau Bruchhäuser, die u. a. als Reittherapeutin auf dem heilpädagogischen Reithof Maruschka arbeitet und ihre Kollegin Frau Thomas, befassen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beispielsweise mit den Gründen von Flucht als auch den Bedürfnissen und Wünschen der Geflüchteten – besonders junger Frauen. Viele nutzen aber auch die Workshops, um sich über ihre Erfahrungen auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und Anregungen für die eigene Praxis zu erhalten.

Eine Zusammenfassung der einzelnen Workshop-Inhalte wird in Kürze auf der Homepage der Kreisverwaltung Wittenberg veröffentlicht.

Bericht: Lena Stepper – Koordinatorin der Netzwerkstelle Wittenberg