Kürzlich fand im Landkreis Wittenberg erfolgreich eine erste regionale Ferienwerkstatt mit 38 Schülerinnen und Schülern statt. Initiiert, organisiert und durchgeführt wurde das Angebot von den Akteuren des Runden Tisches „Erziehen statt Strafe – oder wie konsequent muss Pädagogik sein?“ unter der Leitung der Netzwerkstelle Schulerfolg sichern.
Das Klassenzimmer im vierten Stock der Gemeinschaftsschule Friedrichstadt ist trotz Winterferien gut besucht. Eltern, die Beratungslehrkraft des Landesschulamtes, Frau Christa Triltsch sowie Vertreterinnen und Vertreter der Beratungsstelle ENTER sitzen im Elterncafé zusammen und unterhalten sich angeregt. Das Café und die Ergebnispräsentation in der Aula der Gemeinschaftsschule bilden den erfolgreichen Abschluss der ersten regionalen Ferienwerkstatt.
Das schulergänzende Angebot entstand aus der Überlegung heraus, Kindern und Jugendlichen, denen das Lernen schwerfällt oder die bereits Tendenzen zu schulverweigerndem Verhalten aufweisen, wieder die Erfahrung zu ermöglichen, dass Schule und Lernen durchaus Spaß machen können.
Dass solche zusätzlichen Angebote gefragt sind, haben die 38 Anmeldungen aus elf Schulen des Landkreises gezeigt. „Fast die Hälfte der Anmeldungen stammt aus dem Grundschulbereich. Dies hat uns in unserem Ansatz bestärkt, präventiv mit den Schülern aus unserer Region zu arbeiten, um Schulbummelei und Bildungsabbrüche zu minimieren.“ So fasst Frau Jutta Schamberger, Leiterin der Netzwerkstelle, das Ziel der Ferienwerkstatt zusammen.
Das Vorbereitungsteam, bestehend aus Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern, Lehrkräften sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Beratungsstelle ENTER und der Netzwerkstelle hat dafür ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm gestaltet. Neben fest installierten Lerneinheiten, die je nach Klassenstufe zwischen 40 und 60 Minuten dauerten, gab es ein wohldosiertes Wechselspiel aus Sport-, Musik-, Kreativ- oder Entspannungsangeboten.

